Verbotenes Souvenir Sand geklaut - Sardinien-Urlauber soll 1000 Euro Strafe zahlen

Er soll Sand in einer Plastikflasche außer Landes geschmuggelt haben: Ein Tourist muss eine empfindliche Geldstrafe zahlen, weil er ein verbotenes Mitbringsel im Koffer hatte.
Strand in der Nähe von Domus de Maria (Symbolfoto)

Strand in der Nähe von Domus de Maria (Symbolfoto)

Foto: AlKan32 / imago images

Bei der Gepäckkontrolle flog er auf: Ein französischer Tourist soll 1000 Euro bezahlen, weil er Sand von einem Strand auf Sardinien mitgenommen hat. Über den Fall berichteten unter anderem CNN  und die Lokalzeitung "L'Unione Sarda ".

Demnach sei das Gepäck des Urlaubers am 1. September am Flughafen von Cagliari kontrolliert worden. In einer Plastikflasche seien knapp zwei Kilo Sand gefunden worden.

Die Flasche sei beschlagnahmt worden, zitiert CNN einen Behördensprecher. "Am Jahresende haben wir üblicherweise etliche Flaschen Sand gesammelt", sagte er demnach.

Sogar Haftstrafen drohen

Sanddiebe müssen in Sardinien hohe Geldstrafen zahlen. Sie reichen laut CNN von 500 bis 3000 Euro, abhängig von der Menge und der Qualität der Beute.

In extremen Fällen können sogar Haftstrafen verhängt werden. Trotzdem handelt es sich um ein wiederkehrendes Problem: Im vergangenen Jahr zum Beispiel sollen zwei Franzosen 40 Kilo sardischen Sand gestohlen haben.

2018 hatte das Auswärtige Amt mitgeteilt: Touristen nehmen jedes Jahr tonnenweise Sand, Steine und Muscheln als Souvenir von der Insel mit." Dies schade der Umwelt und sei per Gesetz auf der italienischen Insel verboten

Globales Problem

Sandklau ist ein globales Problem. Gestohlen wird beileibe nicht nur am Mittelmeer und weil Menschen nach einem Mitbringsel suchen. Auch Baufirmen brauchen Sand - als Rohstoff.

Jährlich benötigt die Branche weltweit Dutzende Milliarden Tonnen Sand allein für die Herstellung von Beton. Das Abtragen und Schürfen an Stränden hat in vielen Ländern bereits Spuren hinterlassen.

jpz
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