Sarkozy lässt Reporter abblitzen "Ich hasse Fotos!"

Normalerweise genießt Nicolas Sarkozy das Licht der Kameras. Doch offenbar entwickelt Frankreichs Präsident allmählich einen Knipskoller: Bei einem Termin in New York soll er sich geweigert haben, für ein US-Magazin zu posieren. Dem Reporter schleuderte er entgegen: "Ich hasse Fotos!"


Paris - Man sieht ihn auf Staatsempfängen, selig lächelnd neben seiner Gattin Carla Bruni. Braungebrannt und mit locker geknöpftem Hemd im Internet. Sogar eine Aufnahme seiner selbst an der Berliner Mauer, inklusive Spitzhacke in der Hand, lässt Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy stolz veröffentlichen.

Doch nun überrascht der Staatsmann mit einem unerwarteten Bekenntnis: Mit den Worten "Ich hasse Fotos!" soll er einen Fotografen in New York abgebügelt haben.

Bei der jüngsten Uno-Vollversammlung habe es Sarkozy abgelehnt, sich wie zahlreiche andere Staatschefs für die Zeitschrift "The New Yorker" fotografieren zu lassen, berichtete die Zeitung "Libération" am Freitag.

"Sarkozy war grob und aggressiv zu mir", sagte der Fotograf mit dem Künstlernamen Platon. Der Präsident habe sich geweigert, ihm die Hand zu schütteln und lauthals geschimpft.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe wesentlich angenehmer reagiert und den Fotografen lediglich gebeten: "Sehen Sie zu, dass ich eine gute Figur mache." Sarkozy war übrigens nicht der einzige, der sich dem Fotografen entzog. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel fehlt in der Galerie. Sie habe höflich abgesagt, hieß es.

amz/dpa

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