Sauna-WM Fast vier Minuten bei 110 Grad

Die Sauna-WM im finnischen Heinola ist ein Hit: 2000 Zuschauer wollten in diesem Jahr dabei zugucken, wie die Teilnehmer in kleinen Kabinen bei mehr als 100 Grad in Schweiß ausbrechen und rot anlaufen. Anschließend durfte der kräftig transpirierende Sieger geherzt werden.


Heinola - Drei Minuten und 46 Sekunden ist seine Siegerzeit: Timo Kaukonen schwitzte sich im finnischen Heinola bei der Sauna-WM zum Titel. Sein Landsmann Ilkka Pöyhlä machte mit drei Minuten 44 Sekunden den Doppeltriumph der Gastgeber perfekt und wurde Zweiter.

Deutschen Männern war der Wettbewerb offenbar zu heiß: Keiner schaffte es, das Finale zu erreichen.

Schön war es deshalb für hiesige Fans des Wettbewerbs, dass die Deutsche Silvia Pfuhl zur Ehrenrettung schritt: Bei den Frauen landete sie mit einer Sitzzeit von zwei Minuten 18 Sekunden bei 110 Grad Celsius auf einem achtbaren dritten Platz.

Den Sieg sicherte sich - offenbar völlig überraschend - die russische Meisterin Tatjana Archipenko, die drei Minuten und neun Sekunden durchhielt.

Weil im letzten Jahr der Kampf um den WM-Titel in Badehose oder Badeanzug über 18 Minuten gedauert hatte, wurden in diesem Jahr die Saunakabinen deutlich verkleinert.

Außerdem erhielten sie eine Glasscheibe, um die Probanden beobachten zu können. Das und ein stärkerer Ofen sollten die Teilnehmer wegen des intensiveren Empfindens der Hitze schneller wieder ins Freie treiben. "Letztes Jahr war es doch schon ein bisschen gefährlich mit den 18 Minuten", sagte ein Sprecher der Veranstaltung.

Die Finnen haben sich mit allerlei Jux-Weltmeisterschaften wie im Handy-Weitwurf, Huckepack-Lauf mit einer Frau auf dem Rücken sowie Schwimmen in Eiswasser international einen Namen gemacht. Ende August steht in Oulu wieder die alljährliche WM im Luftgitarrespielen auf dem Programm.

pad/dpa/AFP



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