Schadstofftest Flipflops floppen

Flipflops sind als sommerliches Accessoire ein Muss. Das Magazin "Ökotest" hat nun 25 Modelle unter die Lupe genommen - mit verheerendem Ergebnis. Ein Großteil der getesteten Latschen sind wahre Schadstoffschleudern.


Luftige Sommerschuhe Flipflops: Teurer ist nicht immer besser, fand "Ökotest" heraus
DPA

Luftige Sommerschuhe Flipflops: Teurer ist nicht immer besser, fand "Ökotest" heraus

Hamburg - Mehr als die Hälfte der überprüften Schuhe - umständlich Zehengreiferpantolette, im Volksmund Flipflops genannt - straften die Tester mit dem schlechtesten Urteil ab: 14 der 25 Modelle bekamen ein "ungenügend". Unter den Durchfallern sind wegen der hohen Schadstoffbelastung auch die teuersten Schlappen, die "Miss Sixty Kitten Shoes". Die kosten stolze 44,90 Euro.

Neben den Sechserkandidaten gibt es weitere wenig erfreuliche Resultate. Drei Testschuhe bekamen die Note "mangelhaft". Einmal vergaben die Prüfer ein "ausreichend", viermal "befriedigend".

Nur in drei Fällen gab es nichts zu beanstanden und dafür das Urteil "sehr gut". Unter den Testsiegern ist auch das preiswerteste Modell. Die gestreiften Flipflops der schwedischen Bekleidungskette Hennes & Mauritz gibt es schon für 4,90 Euro. Mit der Bestnote dürfen sich außerdem die roten Pantoletten von Görtz (9,95 Euro) und der "Roxy Life Zehengreifer Lei lei" (24 Euro) aus dem Haus Quiksilver schmücken.

In den Proben wurden die unterschiedlichsten Schadstoffe nachgewiesen. Darunter sind Phthalate, die im Verdacht stehen, wie Hormone zu wirken und außerdem Leber, Niere und Fortpflanzungsorgane zu schädigen, schreibt Ökotest. Außerdem waren in vielen Testschuhen Blei sowie schädliche zinn- und phosphororganische Verbindungen enthalten. Die Ergebnisse im Detail sind in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift veröffentlicht.

Wer schon zu einem der "ungenügenden" Modelle gegriffen hat, kann versuchen, die Schuhe umzutauschen. Ein Recht auf Rückgabe gibt es zwar nicht, aber "die Händler bemühen sich um Kulanz bei den Reklamationen", so "Ökotest". Für die preiswerte Variante gibt es neben der Gesundheit ein weiteres Argument: Die luftigen Sandalen halten meistens eh' nur einen Sommer.



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