Österreich Schlammlawine verwüstet Ort in der Steiermark

Von einem Berg herabstürzende Geröllmassen haben in Österreich ein komplettes Dorf zerstört. Mehr als 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz - Dutzende Menschen mussten evakuiert werden.

dapd

Wien/Graz - Eine Schlammlawine hat einen kleinen Ort in Ostösterreich verwüstet und teilweise von der Umwelt abgeschnitten. Häuser, Straßen, Brücken und Autos wurden weggerissen, als sich die Schlammmassen am frühen Samstagmorgen ihren Weg durch St. Lorenzen im Paltental (Steiermark) bahnten.

In der Nacht hatte es heftig geregnet. 42 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, viele wurden mit dem Hubschrauber ausgeflogen. Das Dörfchen liegt in etwa 100 Kilometer Entfernung südöstlich von Salzburg und hat knapp 400 Einwohner. Die Schlamm- und Gesteinsmassen waren "mitten ins Ortsgebiet von St. Lorenzen" abgegangen und hatten sich ihren Weg entlang des Schwarzenbachs gebahnt, sagte ein Mitarbeiter der Freiwilligen Feuerwehr der Nachrichtenseite oe24.at.

Ein schwerverletzter Mann wurde in der Schaufel eines Traktors zu den Rettungswagen gebracht, weil die Feuerwehr wegen der zerstörten Straßen nicht zu ihm vordringen konnte. Mehr als 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um Schlamm und Geröll zu beseitigen. Im Dorf Thörl, ebenfalls in Ostösterreich, wurde ein Mann am Freitagabend von einer Schlammlawine verschüttet. Er wurde am Samstag tot geborgen.

sto/dpa



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