Schmuck in der Ernte Der Möhring

Vor 16 Jahren verlor eine Schwedin ihren Ehering. Sie suchte ihn vergebens, gab ihn schließlich auf. Nun tauchte er wieder auf, verdreckt und ein wenig zu eng: bei der Möhrenernte.

Anna Påhlsson

Stockholm - Die schwedische Hausfrau backt nicht mit Ring, auch Lena Påhlsson hält es so. Sie zog ihn vom Finger und dann war er weg, 16 Jahre ist das her. Dass er wieder auftauchen würde, damit hätte sie nicht gerechnet. Und schon gar nicht so.

Denn es war eine Karotte in ihrem Garten, die Påhlsson den verlorenen Ehering nun wiedergebracht hat, wie die Zeitung "Dagens Nyheter" berichtet. Beim Gemüseernten im heimischen Garten fand sie den Ring, der auf einer Karotte steckte.

Damals, als er verloren ging, hatte ihre Familie überall vergeblich nach dem Ring gesucht und dabei sogar die Bodenbretter in dem Bauernhaus in Nordschweden aufgestemmt, in dem sie lebten.

Die Familie glaubt, dass der Ring 1995 versehentlich zwischen Kartoffelabfälle geraten war, die dann auf dem Misthaufen landeten oder als Futter für die Schafe dienten. Denn sowohl Kompost als auch Schafmist wird von der Familie zur Düngung des Gemüsegartens verwendet.

Allerdings passt der Ring nach den vielen Jahren Påhlsson nicht mehr, die ihn jetzt weiter machen lassen will. "Ich hatte die Hoffnung aufgegeben, jetzt habe ich den Ring wiedergefunden, und ich will ihn benutzen können", sagte sie.

jbr/afp



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