Eissturm in Kanada und USA Weihnachten ohne Strom

Mehr als einer halben Million Haushalte im Norden der USA und in Kanada fehlte nach einem schweren Schneesturm der Strom. Bis wieder alle am Netz sind, könnte es noch mehrere Tage dauern.

DPA

Augusta - Im Norden der USA und in Kanada sind nach wie vor zahlreiche Haushalte ohne Strom. In der Region zwischen Michigan, Toronto und Maine hatte ein schwerer Schneesturm am Wochenende die Stromversorgung von mehr als einer halben Million Haushalte unterbrochen. Seitdem arbeiten die Energieversorger daran, die Leitungen zu reparieren. Trotzdem verbrachten Zehntausende Weihnachten ohne Strom.

Die Behörden gehen mittlerweile von 27 Toten infolge des eisigen Wetters aus. In den USA starben mindestens 17 Menschen bei Verkehrsunfällen und Vergiftungen durch Kohlenstoffmonoxid, in Kanada 10.

In Kanada gingen binnen 24 Stunden mehr als hundert Notrufe mit Verdacht auf Vergiftungen ein. Das geruchlose Gas entsteht beim Verbrennen von Holz, Kohle oder Gas. Ohne ausreichende Belüftung kann sich das Gas ansammeln und zu tödlichen Vergiftungen führen. Die Feuerwehr riet dazu, auf den Einsatz selbst aufgestellter Öfen zu verzichten.

Im kanadischen Toronto waren am Weihnachtsmorgen noch rund 72.000 Haushalte ohne Strom. In der Region Ontario waren es noch 30.000, ähnlich viele in Quebec und New Brunswick. Energieversorger warnten, bis alle Haushalte wieder mit Strom versorgt seien, könne es noch bis Samstag dauern. Im US-Bundesstaat Michigan waren es noch Zehntausende nach 500.000 am Wochenende, in Maine 60.000 nach 100.000.

Anders sieht es in Russland aus: Dort messen Wetterstationen einen bisher ungewöhnlich milden Winter. Die Einwohner der Hauptstadt Moskau erlebten den wärmsten Dezembertag seit mehr als 100 Jahren. Bei Sonne und Tauwetter stieg die Temperatur am Mittwoch auf plus 3,5 Grad Celsius, wie der Wetterdienst mitteilte. Damit sei der offiziell überlieferte Wärmerekord vom 25. Dezember 1910 übertroffen worden. Damals lag der Wert bei 3,1 Grad Celsius.

ore/AP/dpa



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Seite 1
analyse 26.12.2013
1. Hat das schon mal jemand nachgerechnet wieviel
preiwerter es gewesen wäre ,wenn die Stromleitungen in den nordamerikanischen und kanadischen Städten unteritdisch verlegt worden wären ? Mal abgesehen vom häßlichen Anblick des Drahtgewirrs !
hesse 26.12.2013
2. Genau das denke ich auch.
Zitat von analysepreiwerter es gewesen wäre ,wenn die Stromleitungen in den nordamerikanischen und kanadischen Städten unteritdisch verlegt worden wären ? Mal abgesehen vom häßlichen Anblick des Drahtgewirrs !
Ich kann mich nur wundern über das überirdisch verlegte Stromnetz angesichts der verherenden jährlichen Eis- und Sturmschäden.
breakthedawn 26.12.2013
3. Das habe ich meiner kanad. Freundin
Zitat von analysepreiwerter es gewesen wäre ,wenn die Stromleitungen in den nordamerikanischen und kanadischen Städten unteritdisch verlegt worden wären ? Mal abgesehen vom häßlichen Anblick des Drahtgewirrs !
schon oft gesagt aber die Nordamerikaner sind nicht besonders helle. Sobald der Saft wieder da ist, ist alles vergessen...bis zum nächsten Ausfall.
MartinS. 26.12.2013
4. ...
Zitat von analysepreiwerter es gewesen wäre ,wenn die Stromleitungen in den nordamerikanischen und kanadischen Städten unteritdisch verlegt worden wären ? Mal abgesehen vom häßlichen Anblick des Drahtgewirrs !
Nun ja... in den Regionen sind aber auch ganz andere Entfernungen zu überbrücken, als im dichbesiedelten Deutschland. Noch dazu wird im Anschluss Wartung und Schadensbehebung auch immens aufwändiger. Ob sich was in welcher Hinsicht "im Nachhinein" als vielleicht kostengünstiger erwiesen hätte... naja - zumindest kann man sich sicher sein, dass sich jederzeit ein Deutscher findet, der es besser weiß (was ja zumindest schonmal ein Anfang ist). Vieles macht man halt auch einfach so, weil mans gewohnt ist, und Veränderungen scheut. Selbst wenn die Alternative sinnvoller und vielleicht sogar kostengünstiger ist. Wenn dann noch hohe Anfangsinvestitionen hinzu kommen.... In so ziemlich Gesamtdeutschland wäre es auch absolut sinnvoll und kostengünstiger, wenn die Bevölkerung Leitungswasser trinken würde. Aber hach... bei 98% der Haushalte sieht man das anscheinend anders. Allein die direkten Kosten... dann noch der zusätzliche Aufwand fürs Abfüllen und Transportieren und die sich daraus ergebende Umweltbelastung.... und wenn man dann noch mitbetrachtet, dass nicht wenige stattdessen ohnehin nur irgendwelche Limonaden und so Krempel trinken, weil sie auf den Zucker angefixt sind, dann wärs auch gesundheitlich ein ungeheurer Gewinn... Ach Quatsch... belehren wir lieber mal den Rest der Welt - das ist einfacher.
Benjowi 26.12.2013
5.
Zitat von analysepreiwerter es gewesen wäre ,wenn die Stromleitungen in den nordamerikanischen und kanadischen Städten unteritdisch verlegt worden wären ? Mal abgesehen vom häßlichen Anblick des Drahtgewirrs !
Ist wohl für Niedrespannungsnetze sinnvoll-für Hochspannungsnetze jedenfalls unbezahlbar.....
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