Schneechaos Nach 18 Stunden war der weiße Spuk vorbei

Heftige Schneestürme haben zu Hunderten Unfällen auf Deutschlands Autobahnen geführt: In dem Chaos kamen nicht mal mehr die Räumdienste durch. Etliche Autofahrer verbrachten die Nacht auf der Straße. Auf der A8 zwischen Stuttgart und München löste sich der Stau erst nach 18 Stunden auf.




Chaos auch auf der Autobahn A46 bei Wuppertal-Nord
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Chaos auch auf der Autobahn A46 bei Wuppertal-Nord

Ulm - Besonders heftig war die Situation auf der A 8 in Baden-Württemberg. Zwischen Ulm und Kirchheim unter Teck saßen Autofahrer bis zu sieben Stunden in ihren Wagen und kamen nicht voran. Viele Auto- und Lastwagenfahrer, die die ganze Nacht in ihren Fahrzeugen verbracht hatten, mussten gegen Morgen von der Polizei geweckt werden, um den Verkehr wieder in Fluß zu bringen. Die Autofahrer seien in der Nacht vom Arbeiter-Samariter-Bund und dem Roten Kreuz versorgt worden, hieß es.

Doch auch am Vormittag staute sich der Verkehr auf der A8 in Richtung Stuttgart noch immer auf einer Länge von 15 Kilometern. In der Gegenrichtung gab es acht Kilometer Stau. Erst nach 18 Stunden löste sich der Stau auf. Ursache des Chaos waren nach Polizeiangaben vor allem zahlreiche Lastwagen, die mangels ausreichender Winterausrüstung am Albaufstieg liegen blieben. Auch hätten die Autofahrer nicht immer eine Gasse gebildet, so dass auch die Räumfahrzeuge behindert wurden, sagte der Sprecher.

Bei Schönwald im Schwarzwald: Mit Baggern gegen die Schneemassen
DDP

Bei Schönwald im Schwarzwald: Mit Baggern gegen die Schneemassen

Auch in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein kam es zu zahlreichen Unfällen, die aber nach ersten Erkenntnissen der Polizei meist relativ glimpflich abliefen. Am Morgen rollte der Verkehr auf den meisten Straßen wieder. Auf den Autobahnen 1, 43 und 46 bei Wuppertal - der am schwersten vom Wintereinbruch betroffenen Region - konnten die Behinderungen gegen 2.00 Uhr beseitigt werden. Von 17.00 Uhr bis 3.00 Uhr zählte die Polizei in Nordrhein-Westfalen mehr als 1100 Unfälle. 40 Menschen wurden dabei verletzt.

Auch auf den Straßen in Schleswig-Holsteins floss der Verkehr am frühen Morgen wieder. Noch am Abend hatten dort die Autofahrer auf der A 21 zwischen Bad Oldesloe Nord und Leezen bis zu vier Stunden lang im Schneetreiben festgesessen. Auf der A 24 kam es zu einer Massenkarambolage.



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