Schönster EM-Rückblick aller Zeiten Die schönsten Senioren


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Die EM war noch nicht sehr alt, da erschien in der "Süddeutschen Zeitung" unter der wundervollen Überschrift "Zwergbilchbeutler" ein Artikel über den ARD-Experten Günter Netzer (l.), 63. Darin hieß es: "Netzer mag keine Details, hasst Aufregung und versucht so angestrengt, jede unseriöse Zuspitzung zu vermeiden, dass er klingt wie ein Gastgeber der Vereinten Nationen." Der "in die Jahre gekommene Spielmacher" sei der "lebende Gegenentwurf zur Schnelllebigkeit des Fußballs".

In seiner staatstragenden, in einen Maßanzug verpackten und mit einem Einstecktuch verzierten Art ist Netzer vom gemeinen Fußballfan inzwischen soweit entfernt wie Österreich vom EM-Titel.

Im Sinne der Meinungspluralität sei noch bemerkt, dass es einige Getreue gibt, die Netzers Entschleunigungsrhetorik dem Speed-Geplapper des ZDF-Duos Klopp/Kerner unbedingt vorziehen.

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Der spanische Coach Luis Aragonés (r.), 69, sieht zwar wesentlich älter aus als Netzer, daran ändert auch der ständig zur Schau gestellte Trainingsanzug nichts. Doch sein moderner Fußball bescherte Spanien den ersten Titel seit 44 Jahren.

Außerdem bewies er Größe und Gelassenheit, als sein Spieler Sergio Ramos nachts in einer Disco erwischt wurde: "Wer weiß, beim nächsten Mal gehe ich vielleicht mit."

Wir sind gespannt.



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