Schönster EM-Rückblick aller Zeiten Die schönsten Torwart-Patzer


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Er ist ein Fußball-Gott, er schien unfehlbar: Doch im entscheidenden Vorrundenmatch gegen die Türkei bewies Weltklasse-Torhüter Petr Cech (l.), 26, dass auch sehr menschlich und zu Fehlern fähig ist.

In der 87. Minute, es steht 2:1 für Tschechien, nichts scheint mehr anbrennen zu können, gleitet Cech ein Flankenball Hamid Altintops aus den Händen. Der türkische Kugelblitz Nihat staubt ab und drückt das Ding ins Tor. Ausgleich! Zwei Minuten später legt Nihat zum entscheidenden 2:3 nach.

Am Ende sitzt ein vernichteter Cech auf dem Platz. Wie konnte das nur passieren?

Es sind solche Momente menschlicher Tragik, die dem Fußballsport seine schicksalshafte Dimension geben, welche die Fans so lieben.

Und Cech? Der könnte sich bei seinem Ex-Kollegen Kahn, der bei der WM 2002 durchs Tal der Tränen schritt, Aufmunterung holen: "Weiter! Immer weiter!"

DPA
Besonders schön war der Patzer von Jens Lehmann (r.), 38, beim 2:2 im Halbfinale gegen die Türkei nur deshalb, weil er folgenlos blieb. Deutschland erreichte am Ende, genauer: in der 90. Minute, das Halbfinale.

Doch wie Lehmann da am Boden kniete, die Hände ausbreitete, den Ball behäbig willkommen zu heißen schien – nur um dann vom cleveren türkischen Stürmer Semih ausgetrickst zu werden, der Mertesacker überwand und samt Kugel ins Tor schlitterte: Das war fast komisch anzuschauen.



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