Schokoladen-Mode in Paris Zartbitter oder Vollmilch? Hauptsache kleidsam.

Minirock mit Schokopailletten, Knöpfe in Zartbitter, zur Corsage getrocknete Kakaomasse: In Paris haben Models in süßen Outfits die größte Schokoladenmesse der Welt eröffnet. Die Veranstalter werben nicht nur für Genuss - sondern auch für Ethik.

DPA

Paris - Meist sieht man Models nur Wasser trinken oder Gemüse knabbern. Bei der Eröffnungsgala zum "Salon du Chocolat" in Paris konnte ein Dame aber nicht an sich halten und biss noch auf dem Laufsteg ihr eigenes Kostüm an. Ein Armreif aus Schokolade musste dran glauben.

Bei der Modenschau zum Auftakt der weltgrößten Schokoladenmesse zeigten Designer Kreationen aus Vollmich-, Zartbitter- und weißer Schokolade. An Miniröcken baumelten Schokoplättchen jeglicher Couleur, die Models winkten mit Fächern aus Pralinen, die Frisuren wurden von süßen Spangen gehalten. Der Clou: eine auf den Leib gegossene Corsage aus getrockneter Kakaomasse. Unter den Models war auch Frankreichs einstiger Star-Kicker Frank Leboeuf, der seinen Auftritt als antiker Krieger mit Schokohelm und Schokolanze versüßte.

Bis zum 1. November präsentieren mehr als 400 Schokoladenmacher in Paris beim "Salon du Chocolat" auf 12.000 Quadratmetern Trends rund um die Kakaobohne: Konfitüre mit Schoko-Banane-Geschmack, Schokoladen-Roquefort-Paste oder Stopfleber mit Schokoladensauce. Die besten Hersteller werden am Freitag mit den "Chocolate Awards 2010" ausgezeichnet.

Erstmals wird in diesem Jahr auch der Internationale Kakao-Preis für den weltbesten Anpflanzer verliehen. Schließlich haben sich die Veranstalter in diesem Jahr mit "Ethik und Schoko(lade)" ein Motto gewählt, dass nicht nur auf Genuss abzielt. Thematisch steht die Messe damit im Zeichen des Trends zu Bio und Fair-Trade. Der "Salon du Chocolat" unterstützt Initiativen, die sich um nachhaltigen Kakaoanbau bemühen und biologisch abbaubare Verpackungen entwickeln.

jus/dpa



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