Schützenfest Papst-Poster diente als Zielscheibe

Ein Bild des verstorbenen Papstes Johannnes Paul II. ist auf einem Schützenfest in der westpolnischen Kleinstadt Rawicza als Zielscheibe aufgestellt worden. Der Streit, der darüber in der Gemeinde entbrannt ist, könnte den Bürgermeister jetzt das Amt kosten.


Rawicza - Groß seien Aufregung und Empörung, nachdem ein Bild von Papst Johannes Paul II. beim Schützenfest im westpolnischen Städtchen Rawicza als Zielscheibe aufgestellt worden war, meldet heute die polnische Nachrichtenagentur PAP. Mitglieder des Gemeinderats hätten von Bürgermeister und Schützenbruder Tadeusz Pawlowski den Rücktritt gefordert. Schließlich habe der die Organisation des Wettbewerbs als erster Schütze im Ort zu verantworten.

Der Bürgermeister habe den Unfrieden mit Unverständnis quittiert, heißt es aus Polen, schließlich sei die Zielscheibe mit Papst-Konterfei lediglich ein Geschenk für den Sieger. Und geschossen auf den polnischen Papst habe natürlich niemand.

Im Übrigen, so habe sich Pawlowski verteidigt, seien in der Vergangenheit schon mehrfach Zielscheiben mit den Porträts von Heiligen und Helden der polnischen Geschichte aufgestellt worden. Seinerzeit habe niemand protestiert.



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