Schwarze Magie Bringen Sangomas Kinder in Europa um?

In der Themse wurde der Rumpf eines ermordeten Jungen gefunden. Nun prüft die Londoner Polizei, ob die südafrikanischen Medizinmänner Sangomas hinter der Tat stehen. Sangomas stehen im Ruf, ihren Zaubermitteln menschliches Fleisch beizumischen.


Ein weißer Sangoma trinkt das Blut einer frisch geschlachtete Ziege
AFP

Ein weißer Sangoma trinkt das Blut einer frisch geschlachtete Ziege

London - Die Londoner Polizei prüft, ob südafrikanische "Medizinmänner" möglicherweise auch in Europa begonnen haben, kleine Kinder auf grausame Weise umzubringen, um geheimnisvolle und angeblich mächtige Zaubermittel herzustellen. Nach der Auffindung des Körpers eines etwa fünf Jahre alten schwarzen Jungen in der Themse sagte ein Sprecher der Londoner Polizei, ein bizarrer religiöser Ritus sei möglicherweise das Tatmotiv. Dem Kind fehlten Arme, Beine und Kopf.

Nach Angaben der Polizei ist es in vermutlich ähnlicher Weise umgebracht worden wie ein weißes Mädchen, das zuvor in den Niederlanden gefunden wurde. Einem Bericht der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge sind niederländische Polizisten in London eingetroffen, um Spuren zu vergleichen. Die Art und Weise, in der die Körper beider Kinder zugerichtet wurden, habe Sorge ausgelöst, dass eine besonders schlimme Form schwarzer Magie ihren Weg auch nach Europa gefunden habe.

Die südafrikanische Polizei hat in der Vergangenheit mehrfach bestätigt, dass es "Medizinmänner" (Sangomas) gebe, die sich bei der Mischung ihrer Tinkturen nicht nur auf Kräuter, Pflanzen, Tierhäute, Knochen und Beschwörungsformeln verlassen. Sie seien überzeugt, noch stärkere Substanzen durch Beimischung von Blut und Fleisch, insbesondere von als unschuldig geltenden Kindern, herstellen zu können.

Die Londoner Polizei habe auch die deutschen Behörden um Mithilfe gebeten, weil das einzige Kleidungsstück des ermordeten Jungens aus der Themse, eine kurze Hose, eine deutschsprachige Waschanleitung enthalten habe.



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