Nach 54 Jahren Schweizer Gletscher gibt Flugzeugwrack frei

1968 stürzte ein Flugzeug am Aletschgletscher in der Schweiz ab. Drei Leichen wurden damals geborgen, das Wrack blieb zurück. Nun hat es ein Bergführer wiedergefunden – durch einen Zufall.
Das Flugzeugwrack auf dem Aletschgletscher, dem größten Gletscher der Schweiz

Das Flugzeugwrack auf dem Aletschgletscher, dem größten Gletscher der Schweiz

Foto: Rebecca Gresch und Stefan Gafner / dpa

Mehr als 54 Jahre ist es her, dass ein Flugzeug über dem Schweizer Aletschgletscher abstürzte. Nun wurden Teile der Piper Cherokee gefunden – von einem Bergführer, wie Schweizer Medien berichten.

Die Kantonspolizei Wallis bestätigte den Fund in einer Mitteilung . Demnach habe eine erste Abklärung ergeben, dass sich »die Wrackteile auf den Unfall der Piper Cherokee, registriert als HB-OYL, beziehen, der sich am 30. Juni 1968 ereignet hatte«.

Laut Schweizer Medien starben damals drei Passagiere bei dem Unglück. Wie die »Berner Zeitung« berichtet , konnten die Leichen damals noch mit Helikoptern geborgen werden, nicht jedoch das Wrack.

Die Polizei schreibt nun, dass eine Bergung wegen beschränkter technischer Möglichkeiten nicht möglich gewesen sei. Demnach befindet sich das Wrack in schwierigem Gelände. Nun seien Bergungsarbeiten jedoch in Planung. Sie sollen »so bald als möglich in Angriff genommen« werden.

Durch die Gletscherschmelze freigegeben

Offenbar wurden die Wrackteile durch die sommerliche Gletscherschmelze freigegeben. Die Polizei teilte mit, dass weitere Wrackteile zum Vorschein kommen könnten. Man solle sie jedoch nicht anfassen, hieß es, es könne Verletzungsgefahr bestehen.

Dass die Teile nun gefunden wurden, liegt offenbar auch an einem Zufall: Wie eine Hüttenwartin dem SRF sagte , liege derzeit nur wenig Schnee vor Ort. Deswegen habe der Bergführer auf dem Weg zur Hütte einen anderen Weg nehmen müssen. Erst dadurch wurden die Wrackteile entdeckt.

hba
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