Schweiz Skifahrer-Gruppe von Lawine begraben

Eine Lawine hat im Gebiet des Großen St. Bernhard in der Schweiz mehrere Touren-Skifahrer verschüttet. Ein Franzose starb bei dem Unglück. Die Gruppe war außerhalb der markierten Pisten unterwegs.


Sitten - Eine junge Frau, die ebenfalls unter den Schneemassen begraben wurde, konnte kurze Zeit später gefunden und wiederbelebt werden. Sie ist nach Angaben der Walliser Kantonspolizei außer Lebensgefahr. Nach ersten Ermittlungen haben die Tourenfahrer die 200 Meter breite Lawine durch ihr Gewicht selbst ausgelöst.

Wie die Polizei weiter mitteilte, ging die Lawine um 8.40 Uhr in der Nähe einer auf 2569 Meter gelegenen Hütte nieder. Die insgesamt 20 Skifahrer, die alle mit Lawinensuchgeräten ausgerüstet waren, waren kurz zuvor in kleinen Gruppen von der Hütte aus gestartet. Nach Polizeiangaben handelte es sich bei den Tourenfahrern um ausländische Touristen. Es seien aber wohl keine deutschen Touristen darunter.

Nach dem Lawinenniedergang konnte ein unversehrtes Mitglied der Skifahrer-Gruppe zu der Hütte zurückkehren, um Hilfe zu rufen. Rund 20 Einsatzkräfte bemühten sich ab Mittag um die Bergung der Verschütteten. Die Rettungsaktion wurde allerdings durch Nebel erschwert. Vor rund drei Wochen hatte sich in der selben Gegend eine Skifahrer-Gruppe in einem Schneesturm verirrt. Zwei von ihnen starben.

Im Kanton Wallis herrschte am Ostermontag nach Einschätzung des Eidgenössischen Instituts für Schnee- und Lawinenforschung in Davos erhebliche Lawinengefahr, vor allem oberhalb von 2500 Metern, wo in Kammlagen mit trockenen Schneebrettlawinen gerechnet werden musste. Nach einer Zählung der Schweizer Nachrichtenagentur sda sind in der Schweiz seit Anfang des Jahres mindestens 16 Menschen durch Lawinen ums Leben gekommen.

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