Schweiz und Italien Mehrere Bergsteiger in Alpen tödlich verunglückt

In der Schweiz sind zwei Bergsteiger aus Deutschland bei dem Versuch, den Gipfel des Dent Blanche zu erklimmen, verunglückt. Auch bei weiteren Unfällen in Italien und der Schweiz starben Bergsteiger.

Blick auf den Dent Blanche: Zwei deutsche Bergsteiger sind in der Schweiz ums Leben gekommen
DPA

Blick auf den Dent Blanche: Zwei deutsche Bergsteiger sind in der Schweiz ums Leben gekommen


Insgesamt drei Deutsche sind am Samstag in den Bergen Norditaliens und der Schweiz ums Leben gekommen. Im Schweizer Kanton Wallis starben zwei Männer, nachdem sie den mehr als 4350 Meter hohen Berggipfel Dent Blanche besteigen wollten, wie die Polizei mitteilte. Die Rettungskräfte, die durch Zeugen herbeigerufen worden waren, konnten demnach nur noch den Tod der beiden Bergsteiger feststellen.

Die Männer befanden sich auf halber Strecke zwischen dem Dent Blanche und dem tiefer gelegenen Grand Gendarme. Wie es zu dem Absturz kam, ist unklar. Die Schweizer Behörden leiteten eine Untersuchung ein.

30-jährige Deutsche stürzt in Graubünden in die Tiefe

Im Kanton Graubünden verunglückten eine 30-jährige Deutsche sowie ihr 36-jähriger Begleiter bei der Besteigung der 2440 Meter hohen Fiamma. Nach ersten Erkenntnissen löste sich auf einer Höhe von 2400 Metern ein Felsstück, auf welchem sich die Frau befand. Der Mann wurde dabei vom herabfallenden Gestein touchiert, während die Frau über 100 Meter in die Tiefe stürzte.

Ein weiterer Alpinist wurde auf die Situation aufmerksam und alarmierte die Rettungskräfte. Die Frau konnte nur noch tot geborgen werden. Der Mann wurde mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus geflogen. Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei haben die Ermittlungen aufgenommen.

Tödlicher Unfall beim Canyoning in der Lombardei

In Norditalien verunglückten ein Deutscher und ein Österreicher tödlich beim Schluchtenwandern. Wie die Berg- und Höhlenrettung der Region Lombardei auf ihrer Facebook-Seite mitteilte, waren der 41-jährige Deutsche und der 48-jährige Österreicher Teil einer siebenköpfigen deutschsprachigen Gruppe, die am Freitag zum Canyoning, also dem Begehen einer Schlucht, aufgebrochen waren. Als die Gruppe am Abend nicht zurückkehrte, verständigte der Chef ihres Hotels die Rettungskräfte.

Diese konnten zwei der Ausflügler nur noch tot bergen. Der Deutsche wurde angeseilt unter einem Wasserfall entdeckt, der Österreicher einige hundert Meter entfernt in einem kleinen See. Die beiden Männer hatten versucht, entlang der Bergwand zu einem Gebirgsbach vorzudringen. Die übrigen fünf Mitglieder der Gruppe blieben unverletzt.

Weitere Unglücke in Schweiz und Österreich im Juli

Erst kürzlich waren am Schweizer Matterhorn zwei Bergsteiger verunglückt. Es handelte sich um einen Bergführer und einen Gast, teilte die Polizei im Kanton Wallis mit. Die beiden waren durch einen Felsabbruch in die Tiefe gerissen worden.

In Tirol war Anfang Juli ein 55-jähriger Deutscher beim Bergsteigen ums Leben gekommen. Der Mann war mit einem weiteren Mann im Steinseegebiet in den Lechtaler Alpen unterwegs, wie die österreichische Polizei berichtete. Dabei sei der 55-Jährige aus bisher ungeklärter Ursache abgestürzt.

bam/AFP



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