Schweizer Grenze Deutscher schoß auf Zöllner - zwei Tote

Bei einer Grenzkontrolle hat ein Deutscher Autofahrer einen Schweizer Grenzbeamten erschossen. Bei dem Schußwechsel wurde auch der Deutsche getötet.


Ruggell/Liechtenstein - Der Zwischenfall ereignete sich nahe dem Ort Ruggell an der grünen Grenze zwischen Liechtenstein und Österreich, teilte die Polizei in Liechtenstein am Samstag mit.

Der 42jährige Fahrzeuglenker sei auf einem Feldweg von zwei Schweizer Grenzbeamten gestoppt worden, deren Patrouillenroute sich auch auf das Liechtensteiner Gebiet erstreckt. Er sei aus seinem Auto gestiegen und habe während der Kontrolle das Feuer aus einer Smith&Wesson-Pistole eröffnet. Dabei wurde ein 53 Jahre alter Grenzbeamter getötet. Der zweite Beamte hatte sich nach Polizeiangaben im Gebüsch versteckt und per Funk Hilfe herbeigeholt. Nähere Informationen zum Tathergang soll die Spurensicherung bringen.

Im Kofferraum des Autos - ein weißer VW Santana mit Coburger Kennzeichen - fand die Polizei mehrere Waffen, Waffenteile und Munition. Die Identität des Täters stehe fest, hieß es. Der getötete Grenzwächter hinterläßt eine Frau und zwei erwachsene Kinder.

Der Zwischenfall ereignete sich im Dreiländer-Eck zwischen der Schweiz, Österreich und Liechtenstein. Die tödlichen Schüsse fielen auf Liechtensteiner Gebiet unweit von Sennwald in der Schweiz.

Immer wieder kommt es an Grenzübergängen zu gewalttätigen Ausschreitungen. Erst am 10. Februar 1998 waren bei zwei Schießereien an den Grenzen in der Schweiz und in Polen vier Zollbeamte getötet worden.



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