Schweizer Tunnelunglück Rauch behindert Rettungsarbeiten

Die Polizei befürchtet, dass mehrere Menschen bei einem Unfall im Schweizer Viamala-Tunnel umgekommen sind. Die genaue Unglücksursache ist noch unbekannt, zudem behindert Rauch die Helfer vor Ort.


Zillis/Chur - Bisher seien ein Toter und mehrere Leichtverletzte aus dem Tunnel geborgen worden, so ein Sprecher der Bündner Kantonspolizei. Es wird allerdings befürchtet, dass noch mehr Menschen bei dem Unglück gestorben sind. Die Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega) schickte einen Hubschrauber an den Unglücksort.

Rettungskräfte vor dem Tunneleingang: Bisher wurde ein Toter geborgen
DPA

Rettungskräfte vor dem Tunneleingang: Bisher wurde ein Toter geborgen

Zum Hergang und zu den Folgen des schweren Unglücks lagen zunächst nur wenige Informationen vor. Laut Polizei ereignete sich der Unfall um 13.15 Uhr auf der Autobahn A13, die von Chur zum San-Bernardino-Tunnel führt.

Am Unfall seien ein Personenwagen und ein Reisebus beteiligt gewesen. Ob sie in dem nicht richtungsgetrennten Tunnel frontal zusammenstießen oder aufeinander auffuhren, ist noch unklar. Auch über die Herkunft der beteiligten Fahrzeuge und die Zahl der Insassen liegen noch keine Informationen vor.

Nach der Kollision brach ein Feuer in dem Tunnel aus, die Fahrzeuge brannten zum Teil aus. Die San-Bernardino-Autobahn wurde vorübergehend in beiden Richtungen für den Verkehr gesperrt. Der Viamala-Tunnel liegt auf dem Gemeindegebiet von Zillis und ist 742 Meter lang. Er wurde im Dezember 1967 in Betrieb genommen.

Das bisher folgenschwerste Unglück in einem Schweizer Autobahntunnel ereignete sich am 24. Oktober 2001, als im Gotthardstraßentunnel bei einem Brand nach dem Zusammenstoß zweier Lastwagen elf Menschen ums Leben kamen.

jto/AP



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