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11. März 2011, 07:24 Uhr

Schweres Erdbeben

Verheerende Tsunami-Welle trifft Japans Küste

Häuser brennen, Küsten sind überschwemmt, Leute rennen panisch auf die Straßen: Ein schweres Erdbeben hat Japan erschüttert - unmittelbar danach traf eine große Tsunami-Welle das Land. Es gibt viele Verletzte, Millionen Menschen haben keinen Strom.

Tokio - Ein schweres Erdbeben hat am Freitag den Nordosten Japans erschüttert. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte hatte das Beben eine Stärke von 8,8. Die japanischen Behörden nannten einen Wert von 8,4.

Dem Sender NHK zufolge traf kurz nach dem Beben ein Vier-Meter-Tsunami die japanische Pazifikküste. Fernsehbilder zeigten, wie Schiffe und Autos an der Küste mitgerissen wurden. Laut dem Bericht gab es im Norden des Landes viele Verletzte. Mehrere Menschen sollen auch bei Erdrutschen verletzt worden sein.

Die japanischen Behörden gaben eine Tsunami-Warnung für bis zu zehn Meter hohe Wellen heraus. Militärflugzeuge sind im Einsatz, um einen Überblick über die Schäden des Bebens und des Tsunamis zu bekommen.

Die Erde bebte gegen 14.45 Uhr Ortszeit. Das Epizentrum lag 130 Kilometer östlich der Stadt Sendai und knapp 400 Kilometer nordöstlich von Tokio. In der Hauptstadt wankten Augenzeugen zufolge die Häuser, zahlreiche Bewohner liefen in Panik auf die Straße. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Jiji wurden in Tokio mindestens sechs Brände gemeldet.

Einige Atomkraftwerke schalteten sich der Nachrichtenagentur Kyodo zufolge automatisch ab. Der Tokioter Flughafen Narita soll geschlossen worden sein. Auch die Nahverkehrszüge sowie die U-Bahn in Tokio stellten den Betrieb ein, meldet Kyodo. Vier Millionen Menschen im Großraum Tokio sollen von einem Stromausfall betroffen sein.

Der Leiter des Goethe-Instituts in Tokio, Raimund Wördemann, sagte der Nachrichtenagentur dpa: "Es bebt die ganze Zeit." Er sitze mit einem Helm unter dem Schreibtisch. Auch aus anderen Orten wurden schwere Schäden gemeldet. In Chiba geriet nach einer Meldung von Kyodo eine Stahlfabrik in Brand. Über Teilen der Stadt Yokohama stiegen schwarze Rauchwolken auf.

Die Region war erst am Mittwoch von einem Beben der Stärke 7,3 getroffen worden.

hut/dpa/Reuters

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