Covid-Ausbruch Fast alle Patienten auf Schweriner Palliativstation infiziert

Bei 90 Prozent der Patienten sei eine Coronainfektion nachgewiesen worden: Offenbar hat eine ungeimpfte Mitarbeiterin das Virus in die Palliativstation der Schweriner Helios-Kliniken eingeschleppt.
Flur einer Palliativstation (Symbolbild)

Flur einer Palliativstation (Symbolbild)

Foto: Britta Pedersen / dpa

Fast alle Patienten auf der Palliativstation der Schweriner Helios-Kliniken sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei neun von zehn Patienten sei in den vergangenen Tagen eine Infektion nachgewiesen worden, sagte ein Sprecher des Krankenhauses.

Den Angaben zufolge sind außerdem neun Mitarbeiter der Station positiv getestet. Bei einem weiteren Patienten, der bereits vergangene Woche wieder nach Hause zurückgekehrt war, sei inzwischen ebenfalls eine Ansteckung nachgewiesen worden.

Regelmäßige Coronatests

Mitarbeiter auf Stationen mit Coronapatienten würden grundsätzlich zweimal wöchentlich auf das Coronavirus getestet. Alle anderen Mitarbeiter hätten zwar die Möglichkeit dazu, seien aber nicht verpflichtet. Das habe bis zu den Coronanachweisen auch auf die Palliativstation zugetroffen, sagte der Sprecher.

Man vermute, dass eine ungeimpfte Mitarbeiterin das Virus eingeschleppt habe. Der Impfstatus bei Mitarbeitern des Krankenhauses mit Patientenkontakt liege bei mindestens 70 Prozent. Das ergebe sich aus den selbst im Haus durchgeführten Impfungen.

Seit Sonntag seien zwei Patienten der Palliativstation mit einer Coronainfektion gestorben. Es handele sich bei den Patienten aber um unheilbar kranke Menschen, sodass Corona sehr wahrscheinlich nicht die Ursache gewesen sei.

ptz/dpa
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