Tote und Verletzte Unglück in Nachtklub überschattet Schwimm-WM

Sie feierten, als eine Empore mitten im Raum einstürzte: In einem Nachtklub in der Nähe des Athletendorfes in Gwangju sind zwei Menschen gestorben. Mehrere Gäste wurden verletzt, darunter auch Sportler der Schwimm-WM.

Unglücksstelle im Klub: Die Empore stürzte Augenzeugen zufolge plötzlich ein
Yonhap/ AFP

Unglücksstelle im Klub: Die Empore stürzte Augenzeugen zufolge plötzlich ein


Die Schwimm-WM im südkoreanischen Gwangju wird von einem tödlichen Unglück überschattet. In dem Nachtklub "Coyote Ugly" in der Nähe des Athletendorfes stürzte in der Nacht zum Samstag eine Empore ein, wie die Polizei mitteilte. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben.

Die Konstruktion brach laut der Polizei zusammen und stürzte in die Tiefe. Die beiden Toten seien Südkoreaner, die nichts mit der Weltmeisterschaft zu tun hätten, sagte ein Polizeisprecher. Unter den 16 Verletzten seien zehn Ausländer, darunter acht Athleten: drei US-Bürger, zwei Neuseeländer, ein Niederländer, ein Italiener und ein Brasilianer.

Mitglieder der deutschen Nationalmannschaft waren laut dem Deutschen Schwimm-Verband (DSV) am vorletzten Wettkampftag nicht am Unglücksort. "Wir sind alle zutiefst bestürzt. Unser ganzes Mitgefühl gilt den Verletzten und weiteren Betroffenen", teilte der DSV mit.

Auch Athleten der Schwimm-WM feierten in dem Klub: Acht von ihnen wurden verletzt.
YONHAP/EPA-EFE/REX

Auch Athleten der Schwimm-WM feierten in dem Klub: Acht von ihnen wurden verletzt.

Das WM-Organisationskomitee teilte mit, die Athleten, die sich in dem Klub aufhielten, seien leicht verletzt worden. Die meisten Sportler und Sportlerinnen seien nach dem Unglück wieder sicher ins Athletendorf zurückgekehrt. Einer von ihnen musste nach Angaben des OK aber noch im Krankenhaus bleiben.

Unter der Plattform in dem Klub hätten zum Zeitpunkt des Einsturzes zahlreiche Gäste gestanden, berichteten mehrere Medien. Sie sei etwa 2,50 Meter über dem Boden angebracht gewesen. Der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap zufolge untersucht die Polizei, ob die Einrichtung eventuell illegal erweitert worden sei. Es werde vermutet, dass der Balkon unter der Last zahlreicher Gäste eingebrochen sei.

"Das ist eine schreckliche Tragödie"

"Alles war normal, als es im wahrsten Sinn des Wortes unter unseren Füßen eingestürzt ist", sagte der Kapitän des Wasserball-Teams aus Neuseeland, Matt Small, dem neuseeländischen Sender Radio Sport. Keines der sieben oder acht Mannschaftsmitglieder sei verletzt worden. "Doch jeder von uns ist ein bisschen erschüttert."

"Das ist eine schreckliche Tragödie", sagte der Chef der US-Wasserballer, Christopher Ramsey, in einer Erklärung. Spieler und Spielerinnen hätten in dem Klub die Goldmedaille des US-Damenteams gefeiert. Der Schwimm-Weltverband erklärte: "Die FINA überprüft die Situation sorgfältig und wird alle Maßnahmen einleiten, um die Gesundheitsversorgung sicherzustellen und Hilfe bereitzustellen, wann immer es nötig ist."

sen/dpa/AFP/Reuters/AP



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