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Brooklyn Bridge: Wenn der Kran zu hoch ist

Foto: John Minchillo/ AP

New York Schwimmkran schrammt Brooklyn Bridge

Ein Schwimmkran passte nicht unter der New Yorker Brooklyn Bridge hindurch und riss Verkleidungen an der Unterseite meterweit auf. Die Brücke musste für mehrere Stunden gesperrt werden, der Schlepperkapitän fuhr einfach weiter.

New York - Gegen 22.30 Uhr Ortszeit hörten Passanten in New York Geräusche wie beim Zusammenbruch eines Hauses. "Ich habe gehört, wie das Teil die Brücke aufriss und wie Bruchstücke runterfielen", zitiert der Sender NY1 einen Teenager.

Der Grund für die Aufregung: Der Kapitän einer Barkasse mit einem Schwimmkran im Schlepp hatte sich bei der Durchfahrtshöhe der Brooklyn Bridge verschätzt, der Kran kollidierte mit der Unterseite der Brücke. Die Barkasse fuhr einfach weiter, sie konnte später jedoch gestoppt werden.

Wie sich herausstellte, richtete der Kran einen meterlangen Schaden an - allerdings nur an Verkleidungen und einem Baugerüst. Die Struktur der Brücke selbst blieb intakt, Menschen wurden nicht verletzt. New York habe noch einmal Glück gehabt, sagte ein Sprecher der Feuerwehr: "Wenn der Kran etwas höher gewesen wäre, wenn Flut gewesen wäre, dann wäre die Brücke richtig stark beschädigt worden. Aber so bekommen wir das wieder in den Griff."

Die Brooklyn Bridge verbindet die Stadtbezirke Manhattan und Brooklyn, sie wurde etwa drei Stunden lang gesperrt. Die Brücke gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen New Yorks. Tausende Touristen gehen jeden Tag über den East River von einer Seite der Stadt auf die andere. Für die New Yorker ist sie eine wichtige Verkehrsader, deren Sperrung den Verkehr erheblich bremste.

Konzipiert hat die Brücke John Augustus Roebling, der als Johann August Röbling 1806 in Preußen geboren wurde. Als er 1869 zu Beginn der Bauarbeiten starb, setzten sein Sohn und schließlich dessen Frau die Arbeiten fort. Die Brücke wurde 1883 freigegeben.

siu/dpa
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