"Aber du fasst mich jetzt hoffentlich nicht an?" – Ein schwuler Polizist über Vorurteile

Out im Job: Folge 2
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Dieser Beitrag wurde am 06.05.2019 auf bento.de veröffentlicht.

Ignorieren mich die Kollegen? Sprechen sie hinter meinem Rücken über mich? Werde ich nicht mehr befördert? Fragen, die den Polizisten Florian lange beschäftigten. Florian ist schwul. Seit acht Jahren ist der 30-Jährige mit seinem Freund zusammen. Doch damit das niemand bei der Arbeit mitbekam, sprach er dort nur von seinem "Liebling" und zeigte Urlaubsfotos mit seiner besten Freundin. 

Schon an der Polizeischule hatte er Angst, dass andere mitbekommen könnten, dass er schwul ist. Er hatte Angst, gemobbt zu werden – und passte sich deshalb an. Nach der Ausbildung trat er eine feste Stelle in Berlin an. Mit der Zeit lernte er seine Kollegen besser kennen und fasste Vertrauen. "Bei der Polizei sind wir ein Team, das sich blind verstehen muss," sagt Florian. Dazu gehöre auch, dass die Kolleginnen und Kollegen über seinen Freund Bescheid wüssten. Schließlich soll der benachrichtigt werden, falls Florian im Einsatz etwas passiert. 

Also vertraute er sich nach und nach seinen Teamkollegen einzeln an. Die meisten reagierten gelassen und freuten sich, dass sich Florian ihnen öffnete. Doch es gibt auch Ausnahmen. 

Wie Florian auf Vorurteile und Klischees seiner Polizei-Kollegen reagiert, siehst du oben im Video.