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Orca Kasatka: Ein Leben in Gefangenschaft

Foto: Chris Park/ AP

Jahrzehnte in Gefangenschaft Schwertwal Kasatka ist tot

Sie brachte als erster Orca in Gefangenschaft ein Junges zur Welt: Der Schwertwal Kasatka lebte jahrzehntelang in einem kalifornischen SeaWorld-Park. Nun ist das Tier gestorben.

Der Orca Kasatka ist mit fast 42 Jahren im kalifornischen SeaWorld-Park in San Diego gestorben. Wie die Betreiber des Freizeitparks mitteilten, litt das Tier seit Langem an einer bakteriellen Lungeninfektion. Der Schwertwal sei am Dienstagabend eingeschläfert worden, nachdem er fast sein ganzes Leben in Gefangenschaft verbracht hatte.

Kasatka war ein Weibchen, 5,20 Meter lang und mehr als zwei Tonnen schwer. Sie war 1978 vor Island gefangen und nach Kalifornien gebracht worden. Dort brachte das Tier sechs Kälber zur Welt. Nach Angaben von SeaWorld befinden sich jetzt noch 21 Orcas in den drei Anlagen in San Diego, Orlando (Florida) und San Antonio (Texas).

Kasatka erlangte 2001 Berühmtheit, als sie als erste ihrer Art ein Junges in Gefangenschaft zur Welt brachte. Wenige Jahre später erregte sie Aufsehen mit einem Angriff auf ihren Trainer: Während des Finales einer Show im SeaWorld-Abenteuerpark zog sie 2006 Ken Peters mehrfach auf den Boden des elf Meter tiefen Pools. Peters konnte sich schließlich befreien und kam mit einem gebrochenen Fuß ins Krankenhaus. Bereits 1999 hatte das Tier während einer Show versucht, den Trainer zu beißen.

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Orca Kasatka: Ein Leben in Gefangenschaft

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Im vergangenen Monat war in San Antonio ein drei Monate altes Kalb an einer Lungenentzündung gestorben. Im Januar war der Orca Tilikum gestorben, der 2010 seine Trainerin bei einer Vorführung in Orlando getötet hatte.

Tierschützer kritisieren seit Jahren die schlechten Lebensbedingungen der Schwertwale in den SeaWorld-Parks. Besondere Aufmerksamkeit erfuhr das Thema 2013 durch die Dokumentation "Blackfish". SeaWorld kündigte im vergangenen Jahr an, sein Zuchtprogramm zu beenden. Der aktuell in den Parks gehaltenen Schwertwal-Generation soll keine weitere mehr folgen.

mxw/dpa