Sebastian Vettel beendet Formel-1-Karriere Papa guckt ein letztes Mal

Norbert Vettel brachte seinen Sohn zum Motorsport, schenkte ihm sein erstes Kart, sah bei Formel-1-Rennen zu. Nun ist Schluss. Ein letztes Mal wird er noch dabei sein – bei einem ganz besonderen Grand Prix.
Sebastian Vettel mit Papa Norbert im Jahr 2010: »Werde mir wahrscheinlich Monza aussuchen«

Sebastian Vettel mit Papa Norbert im Jahr 2010: »Werde mir wahrscheinlich Monza aussuchen«

Foto: Roland Weihrauch / dpa

»Papa, guck mal«. Jedes Kind sagt das. Vielleicht wenn es gerade zum ersten Mal richtig Fahrrad fährt oder einen Fußball ganz weit schießt – auf jeden Fall, wenn es besonders stolz ist, dass es etwas gut kann. Dann sollen Mama und Papa gucken.

So wird es vermutlich auch bei Sebastian Vettel gewesen sein, als sein Vater ihm ein Bambini-Kart schenkte und der Kleine die ersten Runden drehte. Norbert Vettel brachte seinen Sohn zum Motorsport und schaute natürlich ganz genau hin: Wie Sebastian sich im Kartsport entwickelte, aufstieg in die Formel 1 und dort viermal Weltmeister wurde.

Norbert Vettel (2011): »Das hat ihm so sehr wehgetan«

Norbert Vettel (2011): »Das hat ihm so sehr wehgetan«

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Jan Woitas/ dpa

Papa Norbert wird bald ein letztes Mal gucken, denn Sebastian beendet nach der laufenden Saison seine Formel-1-Karriere. »Ich möchte auf jeden Fall noch mal zu einem Rennen, und ich werde mir wahrscheinlich Monza aussuchen, weil er da mit Toro Rosso seinen ersten Formel-1-Sieg geholt hat«, sagte Norbert Vettel RTL/ntv .

Das Rennen in Monza findet am 11. September statt, Vettel hatte dort 2008 seinen ersten Grand Prix gewonnen. »Wir sind so stolz auf unseren Jungen«, schwärmte Papa Norbert damals.

»Das ist sehr schade«

Und so sehr der Vater es genossen haben mag, seinem Sohn in der Königsklasse des Motorsports zuzuschauen, so sehr wird er dieses Gefühl wohl auch vermissen. Denn den Rückzug seines 35 Jahre alten Sohnes bedauert er auch. »Das ist sehr schade, aber ich verstehe ihn. Das war eine unglaubliche Karriere meines Sohnes, und der Tiefpunkt war Österreich«, sagte Norbert Vettel: »Das hat ihm so sehr wehgetan, am Ende des Feldes herumzufahren, und das hat diesen Gedanken noch beschleunigt.« In Spielberg hatte Vettel in seinem Aston Martin vor wenigen Wochen den letzten Platz belegt.

Seinen Abschied aus der Formel 1 hatte Vettel aber auch damit begründet, mehr Zeit für seine Familie haben zu wollen. Er ist verheiratet, mit seiner Frau hat er drei Kinder.

Bald heißt es also auch für Sebastian Vettel noch öfter: »Papa, guck mal.«

ptz
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