Segelschulschiff der Bundeswehr Rost zwingt "Gorch Fock" für Monate ins Dock

Starke Rostschäden an der "Gorch Fock" verzögern die Reparaturarbeiten in der Werft. Einem Bericht zufolge soll der Rumpf des Segelschulschiffs so mitgenommen sein, dass die Sanierung weit mehr als vier Millionen Euro kosten wird.

Die "Gorch Fock" im Mai 2011: Schwere Rostschäden
Getty Images

Die "Gorch Fock" im Mai 2011: Schwere Rostschäden


Berlin - Das Segelschulschiff der Bundeswehr, die "Gorch Fock", soll frühestens Mitte Juni die Werft in Elsfleth bei Bremen verlassen können, berichtet die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf einen internen Bericht. Grund dafür sei der Rost an dem unter der Wasserlinie befindlichen Teil des Rumpfes. Statt der zunächst geschätzten 500.000 Euro solle die Sanierung und Stabilisierung des Rumpfes weit mehr als vier Millionen Euro kosten.

Die "Gorch Fock" hat mehr als 740.000 Seemeilen auf dem Buckel. Bereits im November vergangenen Jahres hieß es, die Bark werde bis März 2012 ausfallen, wie ein Marineamtssprecher damals sagte.

Nach dem tödlichen Sturz einer Kadettin im November 2010 vergangenen Jahres wird das Schulungskonzept der Marine überarbeitet. Die Soldatin war in Brasilien bei der Segelvorausbildung aus der Takelage gestürzt. Ihre Mutter hatte daraufhin schwere Vorwürfe gegen die Schiffsführung erhoben und Strafanzeige wegen fahrlässiger Tötung erstattet.

Nach weiteren Meldungen über unhaltbare Zustände an Bord untersuchten Marine und Staatsanwaltschaft die Vorfälle. Die Ankläger in Kiel sahen allerdings keinen Hinweis auf Fremdverschulden.

jjc/dapd



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