Selbstmord Schauspieler Grießer erhängte sich

Der bayerische Volksschauspieler Max Grießer hat Selbstmord begangen. Der 71-Jährige erhängte sich im Heizungskeller eines Hauses in Eppstein im Taunus.


Max Grießer
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Max Grießer

München - Der Sprecher der Frankfurter Staatsanwaltschaft, Job Tilmann, bestätigte damit einen Bericht der "Bild"-Zeitung. Grießer war bereits am Samstagmorgen im Haus seines Schwagers im Taunus tot aufgefunden worden. Eine Obduktion wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht angeordnet, da "eindeutig kein Fremdverschulden vorgelegen" habe.

Die Familie hatte den Tod des bekannten Fernsehschauspielers ohne Hinweis auf die Todesursache bekannt gegeben. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung hatte sich Grießer zur Hochzeit eines Neffen in Frankfurt aufgehalten.

Die bayerische SPD-Vorsitzende Renate Schmidt nannte den Tod Grießers einen großen Verlust für die Theater- und Fernsehbühne des Freistaates. Das Original habe "mit seiner persönlichen Schlitzohrigkeit wie kein anderer bayerische Lebensart vorgelebt". Bayern verliere einen seiner größten Volksschauspieler.

Der in Österreich geborene Grießer war an der Seite von Walter Sedlmayr unter anderem als Moosgruber in der Serie "Polizeiinspektion 1" zu sehen. Als "Bruder Barnabas" las er bis 1996 Politikern beim traditionellen Starkbieranstich auf dem Münchner Nockherberg die Leviten. Zuletzt stand er in dem Carl-Orff-Stück "Die Bernauerin" Ende Juli im Kloster Andechs auf der Bühne.



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