Selbstmordanschlag im Irak Attentäterin verletzt Dutzende Fußballfans

Während in Europa die Fußballfans friedlich feiern, überschattet im Irak die Gewalt den Sport: Eine Selbstmordattentäterin hat sich inmitten von Fans in die Luft gesprengt und Dutzende verletzt. Die Iraker bejubelten gerade den Sieg ihrer Nationalmannschaft über China.


Bakuba/Bagdad - Die irakischen Fans feierten in der Nähe eines Cafés, als sich die Selbstmordattentäterin mitten unter ihnen in die Luft sprengte. Laut Polizeiangaben wurden dabei mindestens 25 Menschen verletzt, sieben von ihnen schwer.

Iraker feiern den Sieg ihrer Fußballnationalmannschaft (hier in Bagdad): In der Stadt Kara Tappa verletzte eine Selbstmordattentäterin Dutzende Fans
AP

Iraker feiern den Sieg ihrer Fußballnationalmannschaft (hier in Bagdad): In der Stadt Kara Tappa verletzte eine Selbstmordattentäterin Dutzende Fans

Die Bewohner der Ortschaft Kara Tappa in der Provinz Dijala bejubelten demnach gerade den 2:1-Sieg der irakischen Nationalmannschaft über das chinesische Team in einem Qualifikationsspiel für die Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika.

Der Leiter der Stadtverwaltung sagte, ein Polizist habe den Zünder der Bombe entdeckt und der Menge zugerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Andernfalls hätte es noch mehr Opfer gegeben.

Die Provinz Dijala ist eine der gefährlichsten des Landes. Dort liefern sich irakische und US-Soldaten immer wieder Kämpfe mit radikalen Islamisten, die dem Terrornetzwerk al-Qaida nahestehen. In Kara Tappa, 120 Kilometer nördlich von Bagdad, leben überwiegend Kurden und schiitische Turkmenen.

tno/AFP/AP



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