Shawne Fielding Schweizer Botschafter darf in Berlin bleiben

Es ist höchste Diplomatie: Shawne Borer-Fielding, das Cowgirl von der Alm, findet die Schweizer doof, weil sie so engstirnig seien. Gleichzeitig rettet sie mit einer Entschuldigung für umstrittene Fotos beim Schweizer Außenminister den Job ihres Mannes in Berlin.


Shawne Borer-Fielding im Magazin 'Max'

Shawne Borer-Fielding im Magazin 'Max'

Berlin - Die schlagzeilenträchtige Ehefrau des Schweizer Botschafters in Deutschland kann aufatmen: Der Schweizer Außenminister Joseph Deiss akzeptierte ihre jüngste Entschuldigung. Ihr Mann, Botschafter Thomas Borer-Fielding, wird daher nicht versetzt. Trotz ihrer Entschuldigung hat sich die 31-Jährige gegen Kritik an ihren Fotos in der Zeitschrift "Max" gewehrt. Sie betonte, die besonders von Schweizer Politikern und Diplomaten kritisierten Fotos seien Teil ihrer Image-Werbung für die Schweiz.

Der Schweizer Außenminister ließ in einer in Bern veröffentlichten Erklärung mitteilen, er nehme die Entschuldigung an. Gleichzeitig forderte er die Botschaftergattin auf, an diesem Freitag bei der Eröffnung der Schweizer Botschaft in Berlin anwesend zu sein. Das hatte sie ursprünglich nicht vor. Das Botschafter-Ehepaar solle zudem künftig "strikt zwischen privater und öffentlicher Tätigkeit" unterscheiden, verlangte Deiss.

Shawne Borer-Fielding: Nicht das "Luder vom Dienst"
DPA

Shawne Borer-Fielding: Nicht das "Luder vom Dienst"

Shawne Borer-Fielding zeigte sich erstaunt über die Reaktionen auf ihr Treiben. "Wer in einer neuen, frischen Metropole wie Berlin Werbung für die Schweiz machen will, der muss sich etwas einfallen lassen." Sie habe nicht gedacht, dass diese Fotos eine solche Empörung auslösen könnten. "Sie sind in keiner Weise anstößig. Meine Talente nutze ich, um für die Schweiz und für den Tourismus zu werben", sagte die ehemalige "Miss Texas". Auf Grund der Fotos war in Schweizer Medien sowie von Politikern die Abberufung ihres Ehemannes gefordert worden.

Zuvor hatte sich Fielding jedoch bei Deiss per Brief entschuldigt. "Es tut mir Leid für diese Wirrungen und meine Fehleinschätzung der Wirkung der Fotos im Magazin "Max", die zu Druck seitens der Politik und der Medien geführt haben", schrieb Borer-Fielding. Sie wolle künftig vor Interviews und Filmaufnahmen erst eine Genehmigung des Außenministers einholen.

Shawne Borer-Fielding hatte mit ihrem extravaganten Auftreten in den vergangenen Monaten immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Für "Max" hatte sie sich nun im 134 Jahre alten Botschaftsgebäude nahe dem Berliner Kanzleramt unter anderem als "Cowgirl von der Alm" fotografieren lassen. Andere Fotos zeigen sie mit rotem Mini-Rock vor der Schweizer Fahne oder mit weißem Abendkleid hoch zu Ross vor dem Eingangsportal.

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