Showdown im Urwaldcamp Die Maden sind ausgelutscht

Costa Cordalis ist der König des Dschungels: Der Schlagerbarde setzte sich bei der umstrittenen Show "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" gegen die Mitstreiter Lisa Fitz und Daniel Küblböck durch. Die letzte Prüfung bestand Cordalis sogar, ohne in den Teich zu plumpsen, wie Moderator Dirk Bach mit Bedauern feststellte.

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Cordalis mit Farnkrone: "La, dudel, schrumm, schrumm"
RTL

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Hamburg - In seiner letzten Dschungelprüfung, genannt "Spinnennetz", musste Cordalis auf Seilen über einen Tümpel balancieren und dabei die Sterne einsammeln, die in diesem Netzwerk aufgehängt waren. Cordalis löste die Aufgabe perfekt in der Hälfte der vorgegebenen Zeit - nach Geschmack von Moderator Dirk Bach sogar zu perfekt. Er hätte ihn gern in den Tümpel plumpsen sehen, sagte Bach seiner Co-Moderatorin Sonja Zietlow.

Mehlwürmer mümmelnde Fitz: "Du denkst jetzt bestimmt, ich bin verrückt"
RTL

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Auch die beiden anderen Anwärter auf den Dschungelthron, Lisa Fitz und Daniel Küblböck, absolvierten ihre Prüfungen ohne Geschrei. Die Kabarettistin biss unerschrocken lebenden Würmern, Flusskrebsen und Ameisen den Kopf ab. Selbst dicke Maden schluckte sie - zum Wohle für die Dschungelgemeinschaft, denn so sicherte sie der verbliebenen Minigruppe ein opulentes Abendessen. Später entschuldigte sie sich in die Kamera bei ihrer Mutter: "Du denkst jetzt bestimmt, ich bin verrückt." Augen zu und durch, das war die Taktik mit der Küblböck seiner Aufgabe entgegentrat. Er kippte sich, am ganzen Leibe zitternd, Würmer, Spinnen und Kakerlaken in eine Plastikhose.

Küblböck mit der "Terror-Hose": Krabbeltiere in der Intimzone
RTL

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Das RTL-Publikum belohnte Küblböck, der in den Sendungen zuvor besonders durch seine spätpubertären Ausfälle aufgefallen war, mit dem dritten Platz. Bach gratulierte und sagte: "Jetzt bist du also Prinz oder Prinzessin. Ganz wie du das sehen willst." Fitz kam auf Platz zwei, Cordalis, der das Camp als Letzter verließ, nutzte den fünf Minuten langen Fußweg über die Hängebrücken bis ins Baumhaus, um seinen Möchtegern-Dschungel-Hit auf der Gitarre zu schrammeln: "La, dudel, lala, lalalalala. Schrumm, dudel, schrumm, schrumm, schrumm, di schrumm, schrumm, schrumm." Schließlich hatte RTL Erbarmen mit den 8,33 Millionen Zuschauern (43,4 Prozent): Der Sender überblendete das Geklampfe mit dem "Armageddon"-Soundtrack.



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