Sicherheitslücke Ungebetener Gast stört Prinzenparty

Die Geburtstagsparty von Prinz William war unter größter Geheimhaltung vorbereitet worden, nur das Motto war bekannt: "Jenseits von Afrika". Doch trotz der intensiven Vorbereitungen kam es zu einem unerwünschten Zwischenfall: Ein unbekannter Mann stürmte die Bühne.


Prinz William heizte mit der Band Shakarimba aus Botswana seinen Gästen ein
AP

Prinz William heizte mit der Band Shakarimba aus Botswana seinen Gästen ein

Zum 21. Geburtstag hatte der Enkel der Queen seine rund 300 Gäste aufgefordert, ihre übliche Abendgarderobe im Schrank hängen zu lassen - denn das Fest stand unter dem Motto "Jenseits von Afrika". Dementsprechend sollten die Gäste gekleidet kommen, wünschte der Prinz, der ein erklärter Afrika-Fan ist und in seiner Freizeit Kisuaheli lernt. Er wolle keine "sterile" Atmosphäre und habe seine Familie gebeten, sich bei der Party locker zu geben, hatte William zuvor erklärt.

Sein jüngerer Bruder, der rothaarige Harry, wurde dann auch bei der Ankunft auf Schloss Windsor als Großwildjäger verkleidet gesichtet: Er trug einen Tropenhelm zum khakifarbenem Hemd. Die Königin kam in lindgrün, Schauspieler Rowan Atkinson (Mr. Bean) wurde mit seiner wohlbehüteten Frau gesehen. Für gute Stimmung sorgte die extra aus Botsuana eingeflogene Band Shakarimba. In Proben hatte der Prinz zuvor selbst die Trommel geschlagen.

Überschattet wurde die Feier von einem Zwischenfall: Während einer Ansprache Williams, der gerade seinem Vater und seiner Großmutter für die Party danken wollte, stolperte ein Mann aufs Podium und griff nach dem Mikrofon. Wie die Zeitung "News of the World" berichtet, wurde er von Sicherheitskräften überwältigt und festgenommen. Die Polizei erklärte, der Mann sei nicht bewaffnet gewesen. Er befinde sich in Polizeigewahrsam. Innenminister David Blunkett habe eine Untersuchung angeordnet.


Klicken Sie bitte auf das Bild, um die Bildergalerie zu starten

Küsschen: William mit Claudia Schiffer



In einem aktuellen Interview wies William Spekulationen zurück, er wehre sich gegen seine künftige Aufgabe als Regent. "Das ist etwas, in das ich hineingeboren wurde, und es ist meine Pflicht", sagte der Prinz, der nach seinem Vater Charles die Nummer zwei in der britischen Thronfolge ist. "Wollen ist nicht das richtige Wort. Aber diese Berichte über mich, dass ich nicht König werden will, sind allesamt falsch."



© SPIEGEL ONLINE 2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.