Silvester in Köln Polizeipräsident gibt Feiernden Sicherheitsversprechen

Feiernde werden sich Silvester am Kölner Dom sicher fühlen können: Diese Zusage hat Kölns Polizeipräsident Jürgen Mathies gemacht. 1500 Polizisten müssen nun sicherstellen, dass er sie halten kann.


Kölns Polizeipräsident Jürgen Mathies hat für die Silvesternacht ein Versprechen abgegeben: "Ich verspreche Ihnen, dass Sie sich dort am Dom außerordentlich sicher fühlen können", sagte Mathies dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Dies sei sein oberstes Interesse, dem diene "die Präsenzoffensive der Kölner Polizei".

Zum Jahreswechsel werden laut Behörde 1500 Beamte im Einsatz sein, zehnmal so viele wie im vergangenen Jahr. Damals war es vor allem durch nordafrikanische Täter zu massenhaften sexuellen Übergriffen auf Frauen und Raubdelikten gekommen. Mathies' Amtsvorgänger Wolfgang Albers wurde deshalb in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

Konkret ist für diesen Samstag geplant, dass 300 der Polizisten in Dreierteams Streife laufen. Zudem werden Plätze in der Innenstadt besser ausgeleuchtet und mit Videokameras überwacht. An Zufahrtsstraßen werden Sperren mit Betonelementen oder großen Fahrzeugen errichtet, um Anschläge wie auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz zu verhindern. Zusätzlich hält die Bundespolizei eine Einheit bereit, die Verdächtige per Hubschrauber verfolgen kann. (Wie sich andere Großstädte auf Silvesterfeiern vorbereiten, lesen Sie hier.)

Laut "Bild"-Zeitung waren in der vergangenen Silvesternacht in Köln auch 59 Flüchtlinge als Wachmänner eingesetzt. Sie lebten demnach erst kurze Zeit in Deutschland und wurden erst kurz vor dem Einsatz in einem Erstaufnahmelager für einen Stundenlohn von fünf Euro angeheuert. Dem Bericht zufolge suchte eine Wachschutzfirma im Auftrag der Stadt Köln im Dezember 2015 Wachleute.

Die meisten der eingesetzten Schutzsuchenden stammten demnach aus Nordafrika, Syrien und Afghanistan. Bei ihrem Einsatz waren sie unter anderem für die Sperrung der Brücken verantwortlich, dort kam es demnach aber zu Überfüllungen und Panik unter Passanten. Die Kölner Stadtverwaltung teilte mit, in der Vergangenheit habe sich die Zusammenarbeit mit der Sicherheitsfirma "grundsätzlich unproblematisch" gestaltet.

ulz/dpa/AFP



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