Silvester-Spektakel in Sydney So geht Feuerwerk

Hunderttausende bestaunen im Hafen von Sydney das Feuerwerk, in Madrid wurde bereits vorgefeiert - und deutsche Großstädte rüsten sich für die Silvesternacht. Ein Blick auf die Feiern rund um den Globus.

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"Afio mai" heißt auf Samoanisch "willkommen". Die Menschen auf Samoa und anderen pazifischen Inseln haben das neue Jahr als Erste begrüßt - um 11 Uhr deutscher Zeit. Damit waren sie die Allerersten.

Nach Samoa feierte Neuseeland den Jahreswechsel. In der größten Stadt Auckland wurde ein Feuerwerk vom mehr als 300 Meter hohen Sky Tower abgeschossen, das sich wie ein bunt glitzernder Stern von der Spitze aus in den Nachthimmel ausbreitete.

Feuerwerk in Auckland
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Feuerwerk in Auckland


In Australien warteten Tausende in Sommerkleidung auf das große Feuerwerk im Hafen von Sydney. Um 14 Uhr deutscher Zeit war es so weit: Das neue Jahr startete, das Spektakel ebenfalls. Mehr als 100.000 Feuerwerkskörper wurden in die Luft geschossen, im Wert von rund 4,8 Millionen Euro. Geschätzte 1,5 Millionen Menschen rund um das Opernhaus bestaunten die Show.

Touristin in Sydney
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Touristin in Sydney


Nach Sydney standen die nächsten großen Feiern in Asien an. Um 16 Uhr MEZ konnten sich die Menschen in Tokio und anderen Städten Japans freuen und gegenseitig ein schönes neues Jahr wünschen.

Das Jahr beginnt in Japan mit vielen traditionellen Bräuchen. Statt Böller ertönen die Glocken der Tempel genau 108 Mal, um die Menschen von einer der 108 irdische Begierden zu befreien. Statt Raketen schicken die Menschen um Mitternacht Ballons in den Himmel.

Menschen in Tokio lassen Luftballons steigen
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Menschen in Tokio lassen Luftballons steigen

Priester in Japan nach einem traditionellen Ritual vor Neujahr
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Priester in Japan nach einem traditionellen Ritual vor Neujahr

Eine Stunde später, um 17 Uhr, starteten die Metropole Peking und mit ihr die Volksrepublik China ins Jahr 2017. Das riesige Land hat nur eine Zeitzone.

Offizielle Feiern wird es aber nicht geben: Nach dem traditionellen Mondkalender der Chinesen beginnt das neue Jahr erst gut einen Monat später. Diesmal wird das Jahr des Affen am 28. Januar durch das Jahr des Hahns abgelöst - und dann wird tagelang mit Feuerwerk gefeiert.

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Silvester auf der ganzen Welt: Willkommen 2017!

In Thailand sind in diesem Jahr Feuerwerke zur Begrüßung des neuen Jahres verboten worden, nachdem die Regierung wegen des Tods von König Bhumibol Adulyadej eine einjährige Trauerzeit ausgerufen hatte. Allerdings wird erwartet, dass Hunderttausende Menschen zusammen ein Neujahrslied anstimmen werden, das Bhumibol selbst komponiert hatte, gefolgt von der königlichen Hymne.

In europäischen Städten dagegen gibt es große Feiern - und umfassende Sicherheitsvorkehrungen. In vielen Metropolen werden bewaffnete Sicherheitskräfte patrouillieren, Feiermeilen werden mit gepanzerten Fahrzeugen und Betonklötzen gesichert.

Sicherheitskräfte in der Mailänder Innenstadt
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Sicherheitskräfte in der Mailänder Innenstadt


Die französische Hauptstadt Paris hat zu Silvester 10.300 Polizisten, Soldaten, Feuerwehrleute und weitere Beamte abkommandiert. Insgesamt sollen in Frankreich den Behörden zufolge 90.000 Polizisten und Tausende Soldaten im Einsatz sein.

Auch in Italien haben zahlreiche Städte die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Unter anderem in Turin, Bologna und Venedig gilt Medienberichten zufolge zudem ein Böllerverbot. In Brüssel wurde zeitweilig eine Absage des Feuerwerks erwogen, nun soll es doch stattfinden.

Im Madrid werden 1600 zusätzliche Polizisten eingesetzt. Zudem wird die Zahl der Besucher für den beliebten Platz Puerta del Sol im Zentrum - wie schon im vergangenen Jahr - begrenzt. Es gibt scharfe Zugangskontrollen.

Menschen auf der Puerta del Sol
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Menschen auf der Puerta del Sol


Apropos, Madrid. Auf der Puerta del Sol wurde Silvester bereits am Freitagabend vorgefeiert. Die Stadtverwaltung testet die Glocken dort immer einen Tag vor Silvester um sicherzugehen, dass sie am 31. Dezember richtig funktionieren. Mehrere Tausend Spanier und Touristen nutzten das, um ausgelassen zu jubeln. Viele folgen dabei auch einer Tradition, die eigentlich ebenfalls erst in der Silvesternacht ansteht: Bei jedem Glockenschlag wird eine Weintraube gegessen - denn das soll Glück für das neue Jahr bringen.

Auch in Deutschlands Städten werden Feuerwerke den Abendhimmel erleuchten. In der Mitte und im Süden haben die Menschen laut Deutschem Wetterdienst die besten Chancen auf einen guten Blick. Die Temperaturen werden allerdings frostig, bis zu minus neun Grad.

Die Feierlichkeiten werden ebenfalls von starken Sicherheitsmaßnahmen begleitet - vor dem Hintergrund des Terroranschlags auf den Weihnachtsmarkt in Berlin und der massiven sexuellen Übergriffe in der vergangenen Silvesternacht.

In Köln sollen allein in der Innenstadt rund 1500 Polizeibeamte im Einsatz sein, rund um den Dom gibt es eine "böllerfreie Zone". Inmitten der Absperrungen sollen die Kölner und ihre Gäste trotzdem fröhlich feiern können. Auf der Domplatte inszeniert der Berliner Lichtkünstler Philipp Geist eine Lichtshow, bei der Begriffe, die von Bürgern eingesandt wurden, auf den Boden projiziert werden.

Lichtinstallation in Köln
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Lichtinstallation in Köln


Deutschlands größte Silvesterfeier vor dem Brandenburger Tor in der Hauptstadt wird zusätzlich mit Betonklötzen oder anderen Sperren gegen mögliche Angriffe mit Fahrzeugen gesichert.

Auch andere Städte haben besondere Vorkehrungen für Silvester getroffen - einen Überblick finden Sie hier.

irb/kgp/dpa



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