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Silvio Berlusconi Verliebt, verlobt und nicht verheiratet

aus DER SPIEGEL 9/2022
Foto:

Instagram / @mf9milan / Marta Fascina

​Bei dieser Nachricht dürfte so manche Italienerin vor Schreck den Cappuccino verschüttet haben: Silvio Berlusconi, 85, ehemaliger italienischer Ministerpräsident, und seine Verlobte Marta Fascina, 32, Abgeordnete der rechten Partei Forza Italia, würden heiraten. Kurz darauf kam die Ernüchterung: Berlus­coni dementierte – und nun rätselt ganz Italien, wie es zu dieser Zeitungsente kommen konnte. Verbreitet hatte die Botschaft von den zu erwartenden Hochzeitsglocken für den bereits zweimal geschiedenen Politiker und fünffachen Vater die Zeitung »Libero«. Sogar ein Zeitpunkt war von »einem Vertrauten« des angeblichen Bräutigams genannt worden: Ende März solle es so weit sein, gab die Quelle preis, freilich ano­nym. »Libero« wird von einem Freund Berlusconis geleitet, das macht die Zeitungsmeldung besonders rätselhaft. Das Paar ist seit ungefähr zwei Jahren zusammen, vor einigen Monaten hat es seine Beziehung öffentlich gemacht und zeigt seither auf Instagram re­gelmäßig, wie glücklich und verliebt es ist. Die über 50 Jahre jüngere Fascina habe einen beruhigenden Einfluss auf den für sein Temperament berühmt-­berüchtigten Berlusconi, heißt es auch aus Familienkreisen.

Die Verlobte selbst äußerte sich bisher nicht zu dem Fall. Ber­lusconis Dementi ging mit einer etwas kuriosen Begründung für die Nichtheirat einher: »Die Liebes-, Wertschätzungs- und Respektbeziehung, die mich mit Marta Fascina verbindet, ist so tief, dass es nicht nötig ist, sie mit einer Ehe zu formalisieren«, ließ er verlauten. Auf ein Fest kann sich Fascina trotzdem freuen: »Weil unsere Beziehung so tief und bedeutend ist«, fügte er hinzu, »plane ich, sie in naher Zukunft zusammen mit Marta gebührend zu feiern, mit einem Fest, an dem meine Kinder und lieben Freunde teilnehmen werden.«

RED
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