Singapur Pastor nach Besuch bei SARS-Opfer gestorben

In Singapur ist innerhalb von nur einem Tag ein zweiter Patient an der mysteriösen Lungenkrankheit SARS gestorben.


Singapur - Der Tote ist ein Pastor, der einen am Schweren Akuten Atemwegssyndrom (SARS) Erkrankten in einer Klinik besucht hatte, wie Singapurs Gesundheitsbehörden am Donnerstag mitteilten. Zuvor war ein 50-Jähriger gestorben, der Vater eines SARS-Patienten war.

Die Zahl der zu Hause unter Quarantäne gestellten Singapurer erhöhte sich unterdessen auf rund 860. Sie waren möglicherweise mit Infizierten in Kontakt gekommen und werden nun täglich untersucht. Am Mittwoch waren alle 370 staatlichen Schulen bis zum 6. April geschlossen worden. In dem tropischen Stadtstaat gibt es bislang 74 bekannte Fälle der asiatischen Lungenentzündung.

Zur Vorbeugung hat der südostasiatische Stadtstaat Singapur die bisher umfassendsten Maßnahmen gegen die tödliche Lungenkrankheit SARS ergriffen und am Donnerstag alle Schulen geschlossen. Die Eltern von rund 600.000 Schulkindern wurden von der am Mittwochabend verkündeten Maßnahme überrascht.

Nach Angaben der Behörden sollen die Schulen mindestens bis zum 6. April geschlossen bleiben. In der kommenden Woche solle über eine Verlängerung beraten werden, sagte Erziehungsminister Ng Eng Hen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben bisher 53 Menschen weltweit an SARS.



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