Sitzplatzstreit Dicker Amerikaner verklagt Fluggesellschaft

Wegen seiner Leibesfülle hat eine US-Fluggesellschaft einem Passagier die Beförderung verweigert - zumindest die auf nur einem Sitzplatz. Der füllige Mann fand das gar nicht komisch und reichte Klage ein.


San Francisco - Der 40-Jährige, der sich selbst als "üppig" bezeichnet, zieht in Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien gegen Southwest Airlines vor Gericht, berichtete die Zeitung "San Francisco Chronicle". Der Klageschrift zufolge wurde der Mann von Mitarbeitern der Fluggesellschaft gedemütigt.

Beim Einchecken am Flughafen in Oakland sei er dazu aufgefordert worden, zwei Sitzplätze zu kaufen, heißt es in der Klage des Passagiers. Er habe das ignoriert und den Flug nach Los Angeles auf einem Platz zurückgelegt. Beim Rückflug hingegen habe man ihm schlicht verweigert, ihn auf einem Sitz zu befördern, gab der Mann an. Er habe daraufhin einen Flug bei einer anderen Gesellschaft gebucht.

Southwest Airlines gibt sich indes uneinsichtig. Mitarbeiter könnten füllige Fluggäste durchaus zum Kauf eines zweiten Tickets "zu einem günstigen Tarif" auffordern, sagte eine Sprecherin des Unternehmens. Das sei eine Vorschrift, die den Sicherheitsauflagen entspreche und darüber hinaus der Bequemlichkeit aller Passagiere diene.



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