Smart entschuldigt sich Radiowerbung zerstört Kinderträume

Man muss nicht an den Weihnachtsmann glauben, um zu ahnen: Es könnte problematisch werden, Kindern zu sagen, dass es ihn nicht gibt. Genau das hat Smart im Radio getan - und damit den Zorn vieler Eltern auf sich gezogen.

In einer Radiowerbung hat Smart es offiziell gemacht: Den Weihnachtsmann gibt es nicht
REUTERS

In einer Radiowerbung hat Smart es offiziell gemacht: Den Weihnachtsmann gibt es nicht


Nach Protesten von Eltern hat die Daimler AG eine bundesweite Radiowerbung für den Kleinwagen Smart zurückgezogen. Die Werbung spaßt mit einem Thema, mit dem zur Weihnachtszeit nicht zu spaßen ist: der Existenz des Weihnachtsmanns.

In der Werbung für den Viersitzer Forfour unterhalten sich Eltern im fahrenden Auto. Die Mutter sagt während der Rückfahrt von der Familienfeier unter anderem: "Die Kinder haben Opa den Weihnachtsmann echt abgekauft. (...) Ich wünschte, sie würden nie erfahren, dass es den Weihnachtsmann gar nicht gibt." Daraufhin sind zwei Kinderstimmen mit einem fragenden "Was?" zu hören. Die Eltern hatten vergessen, dass die Kinder auf dem Rücksitz saßen - schließlich hat der klassische Smart nur zwei Sitze.

Woran bei Smart wohl niemand gedacht hatte: Auch Kinder hören Radio. Schnell meldeten sich erboste Eltern. Die Werbung nehme Kindern zu früh die Vorstellung vom Weihnachtsmann. Vor allem in den sozialen Netzwerken häufte sich die Kritik. "Sollte es irgendwann zu einer Wahl zum empathie- und gedankenlosesten Werbespot aller Zeiten kommen - Gratulation vorab", schimpfte ein Facebook-Nutzer auf der Seite von Smart. "Ihr wisst schon, dass durch die doofe Smart-Werbung grad Hunderte Kinderträume zerstört werden?", schrieb eine Twitter-Nutzerin an WDR2 und nannte das Ganze "Weihnachtsmanngate".

"Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass der Spot nicht mehr ausgestrahlt wird und entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten", sagte ein Sprecher des Unternehmens. Auf Facebook empören sich Nutzer trotzdem weiter.

kes/dpa



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