Wie der Gender-Filter auf Snapchat unsere Geschlechter-Klischees enthüllt

Sprengt er unsere Vorurteile oder bestätigt er sie nur?
Es bestärkt bestehende Geschlechterklischees, indem Männer mit Bart und Augenringen dargestellt werden und Frauen mit auffälligem Make-up. Ich finde, dass damit die Lebensrealitäten von nicht-binären Menschen zu einer Unterhaltungsshow gemacht werden.

Erik J.

Klar geht es um Klischees, das ist nicht der Burner. Aber wenn es dabei hilft, dass sich Leute damit beschäftigen, dass es mehr Optionen als nur das biologische Geschlecht gibt, und das irgendwie zum Thema wird, finde ich, ist es das locker wert.

Lean V.

Ich fand es bisher einfach nur ziemlich lustig. Ich habe es irgendwie noch nicht in Zusammenhang damit gebracht, dass ich selbst trans bin. Snapchat benutze ich nicht. In was soll mich die App auch verwandeln? Ich bin doch schon ein Mann.

Desideria R.

Ich als trans hab auch damals damit gespielt. Eine Freundin schickte mir letztens ein Bild mit so einem Filter. Dazu schrieb sie: 'Schau, ich bin jetzt bärtig – so wie du nur ohne testo'. Das war ganz witzig. Also alles cool. Es gibt so so vieles, das dramatisiert wird, aber das is doch echt eher ein Gag. Und mit solchen filtern wird niemand auf die Füße getreten.

Jim R.

Ich habe mir schon mit so ner App einen Bart auf mein Gesicht gemacht, als ich noch gar nicht wusste, dass ich trans* bin. Was ich damit sagen will: Wir sollten solchen Spielereien nicht so große Bedeutung beimessen. Denn sichtbarer werden wir Transpersonen dadurch in der Öffentlichkeit auch nicht.

Lena C.

Ich finde, dass es eine gute Idee ist, um unsere Gesellschaft ein wenig zu sensibilisieren. Natürlich gibt es bessere Varianten, aber es ist ein guter Anfang.

Milly B.

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