Sniper von Washington Phantombild des Fluchtautos veröffentlicht

Auf der Suche nach dem Heckenschützen in der Umgebung von Washington hat die Polizei erstmals Bilder eines möglichen Fluchtautos veröffentlicht. Ähnlich wie bei Phantombildern von Menschen wurde das Bild anhand von Zeugenaussagen konstruiert.


Phantombild der Polizei: Mutmaßliches Fluchtauto mit dem Computer zusammengestückelt
ATF

Phantombild der Polizei: Mutmaßliches Fluchtauto mit dem Computer zusammengestückelt

Washington - Die Bilder zeigen einen weißen Kleinlaster mit Schriftzug auf der Seite, den mehrere Augenzeugen in der Nähe der ersten Anschlagsorte vergangene Woche im Bezirk Montgomery nordwestlich von Washington gesehen hatten, teilte Polizeichef Charles Moose mit.

Bei dem jüngsten Anschlag am Freitag an einer Tankstelle rund 60 Kilometer südlich von Washington hatten Augenzeugen einen kleineren weißen Lieferwagen mit Dachgestell am Tatort gesehen. Kriminologen haben bereits gewarnt, zu viel Aufmerksamkeit auf diese Wagen zu lenken. Es sei keineswegs sicher, dass der Täter in einem solchen Wagen unterwegs ist. Weiße Lieferwagen und Kleinlaster sind zu Tausenden auf den Straßen unterwegs.

Aufruhr wegen erneuten Schüssen

Die Polizei in Maryland hat am Samstagabend vorübergehend mehrere Straßen abgeriegelt, nachdem es in Oxon Hill, einem Vorort der Hauptstadt Washington, zu Schüssen gekommen war. Ein Zusammenhang mit dem seit Tagen gesuchten Heckenschützen bestehe aber nicht, sagte eine Polizeisprecherin. "Wir haben alle Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Aber er (der Vorfall) steht in keinem Zusammenhang."

In der Einsatzzentrale gehen nach Angaben von Moose stündlich hunderte von Anrufen ein. Eine heiße Spur war bislang nicht darunter. Die Belohnung für Hinweise zur Ergreifung des Täters liege inzwischen bei einer halben Million Dollar.

Auf das Konto des Heckenschützen, der den Großraum Washington seit Mitte vergangener Woche terrorisiert, gehen inzwischen acht Morde. Zwei Opfer überlebten den Schuss aus dem Hinterhalt schwer verletzt. Zuletzt hatte der Mörder am Freitagmorgen einen 53-jährigen Familienvater von sechs Kindern ins Visier genommen. Der Mann wurde am Freitagmorgen an einer Tankstelle im Bezirk Spotsylvania tödlich getroffen.

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