Neuseeland SOS im Sand - Schiffbrüchiger aus Hai-Gebiet gerettet

Bei einer Pinkelpause ging Todd Vercoe vor Neuseeland über Bord einer Motoryacht. Der 36-Jährige schwamm stundenlang durch gefährliches Gewässer. Eine Botschaft im Sand brachte die Retter auf seine Spur.

Schiffbrüchiger Todd Vercoe: "Ich habe mir immer nur gesagt: Nicht aufgeben"
Northland Emergency Services Trust

Schiffbrüchiger Todd Vercoe: "Ich habe mir immer nur gesagt: Nicht aufgeben"


Wellington - Ein schiffbrüchiger Neuseeländer hat sich bei Gewitter und Sturm in einem Hai-Gebiet schwimmend an Land gerettet. Er zog mit dem Fuß ein großes SOS-Zeichen an den Strand der Kaituna-Bucht und machte einen Hubschrauberpiloten damit auf sich aufmerksam. Das berichtet die Zeitung "Northern Advocate".

Todd Vercoe war eigenen Angaben zufolge mit Freunden mit einer Motoryacht vor der Küste von Whangarei im Norden der Nordinsel unterwegs. Beim Pinkeln über Bord habe eine Welle ihn ins Wasser gerissen. Seine Freunde hätten geschlafen und seine Hilferufe nicht gehört.

Bei Sturm, Gewitter und hohem Wellengang musste der Mann demnach mehrere Stunden schwimmen - ständig in der Angst vor Haien. "Ich habe mir immer nur gesagt: Nicht aufgeben", sagte der 36-Jährige der Zeitung. "Ich bin nicht gerade der beste Schwimmer und dachte einmal, ich schaffe es nicht. Es war reine Willenskraft."

Die Freunde hatten inzwischen die Behörden alarmiert. Der Pilot eines Rettungshubschraubers entdeckte das SOS-Zeichen im Sand. Der Northland Emergency Services Trust berichtet auf seiner Facebook-Seite von einer "märchenhaften Rettung".

wit/dpa

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