Spanien Drei Tote bei Absturz von Kampfjets

Beim Absturz von zwei Kampfflugzeugen vom Typ Mirage F-1 sind in Spanien drei Piloten ums Leben gekommen. Noch ist unklar, ob die beiden Maschinen in der Luft kollidierten.

Albacete - Wie das Madrider Verteidigungsministerium am Dienstag mitteilte, ereignete sich das Unglück bei Übungsflügen in einem unbewohnten Gebiet in der Provinz Albacete im Südosten Spaniens. Die Ursache war zunächst nicht bekannt.

Gegen 10.15 Uhr sei der Kontakt des Towers zu den beiden Flugzeugen abgebrochen, hieß es. Die Wracks der beiden Mirage-1 seien später im Abstand von etwa drei Kilometern zueinander gefunden worden, berichtet der spanische Fernsehsender RTVE.

Die Zeitung "El País" berichtete auf ihrer Internet-Seite, die beiden Maschinen seien möglicherweise in der Luft zusammengestoßen. Dafür gab es aber bisher keine Bestätigung. Eines der Flugzeuge hatte zwei Piloten an Bord, das andere einen. Die Männer waren ersten Meldungen zufolge in Los Llanos stationiert.

Die spanische Verteidigungsministerin Carme Chacon verließ unverzüglich Madrid, um die Unglücksstelle in Albacete, rund 200 Kilometer südöstlich der Hauptstadt, zu besuchen und mit Angehörigen der Opfer zu sprechen.

Dem Ministerium zufolge befand sich der 29-jährige Kapitän Jerónimo Carbonell Rodríguez aus Murcia auf einem Routine-Übungsflug. Der 33-jährige Kapitän des anderen Jets, Fernando Negrete Usón aus Zaragoza, hatte einen 29-jährigen Kollegen mit an Bord.

Bereits im Jahr 2004 war eine Maschine des Typs Mirage-1 auf dem Weg nach Los Llanos abgestürzt. Damals starb der Pilot. Im Jahr 2006 konnte sich der Pilot bei einem ähnlichen Vorfall per Schleudersitz retten. Seine Maschine zerschellte am Boden.

ala/dpa
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