Spanien Mann verunglückt tödlich in Brunnenschacht

In Spanien ist ein Mann offenbar bei dem Versuch gestorben, seinen Hund aus einem Brunnen zu retten. Das Unglück ereignete sich in der Nähe von Málaga.


Erneut ist in Spanien ein Mensch durch einen Sturz in einen Brunnen ums Leben gekommen.

Spanischen Medienberichten zufolge handelt es sich dabei um einen Mann um die vierzig, der in Villanueva del Trabuco, 42 Kilometer nördlich von Málaga, gegen 2.50 Uhr am Morgen von der Guardia Civil geborgen wurde.

Ersten Erkenntnissen zufolge wollte der Mann seinen Hund retten, der in den Brunnen gesprungen war. Der Mann war gegen 23 Uhr als vermisst gemeldet worden, nachdem er von einem Spaziergang nicht nach Hause zurückgekehrt war.

Der Brunnen ist Medienberichten zufolge drei Meter tief und war zum Unglückszeitpunkt voller Wasser. Er ist umfasst von einer etwa einen Meter hohen Mauer aus Stein.

Die Leiche wurde zur Obduktion in die Gerichtsmedizin gebracht. Die Unglücksursache sei noch unklar, auch ein möglicher Suizid könne nicht ausgeschlossen werden, schreibt "La Vanguardia" unter Berufung auf die Ermittler in dem Fall.

Nach dem Tod des zweijährigen Julen in einem illegal ausgehobenen und nicht gesicherten Bohrloch in Andalusien ist in Spanien die Debatte über den laxen Umgang mit solchen baulichen Sicherheitsrisiken entbrannt.

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Julen gefunden: Nacht der Gewissheit

In Spanien gibt es zahlreiche illegal gebohrte Brunnenlöcher. Julen war am 13. Januar in einen 107 Meter tiefen Schacht mit einem Durchmesser von nur 25 Zentimeter gestürzt. In der Nacht zum Samstag war er nach aufwendigen, fast zweiwöchigen Arbeiten tot geborgen worden.

ala/dpa

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