Spanien Polizei beschlagnahmt erstmals Unterwasserdrohnen von Drogenhändlern

Sie haben eine Reichweite von 30 Kilometern und können große Lasten transportieren. Drogenfahnder haben erstmals Drohnen konfisziert, die zwischen Marokko und Spanien zum Einsatz kamen.
Meerenge von Gibraltar (von Spanien aus gesehen)

Meerenge von Gibraltar (von Spanien aus gesehen)

Foto: Anna Maloverjan / picture alliance / Zoonar

Beim Transport illegaler Rauschmittel ist der Fantasie der Drogenhändler bekanntermaßen keine Grenze gesetzt. Jetzt hat die spanische Polizei erstmals Unterwasserdrohnen beschlagnahmt, die auf der Schmuggelroute zwischen Marokko und Spanien eingesetzt wurden.

Wie die Polizei am Montag mitteilte, flog bei dem Einsatz eine Bande von acht Drogendealern auf. Die Tatverdächtigen sollen mit den sechs beschlagnahmten Unterwasserdrohnen Drogen nach Barcelona, Málaga und Cádiz transportiert haben.

Die Polizei erklärte, es sei das erste Mal, dass solche Drohnen beschlagnahmt worden seien. Die Drogendealer hätten mutmaßlich Drohnen angefertigt, die »große Lasten« für andere kriminelle Organisationen transportieren könnten. So könnten große Mengen Drogen über die Straße von Gibraltar gebracht werden.

Die Drohnen waren jeweils mit zwölf Motoren ausgestattet und hatten eine Reichweite von 30 Kilometern. Die Straße von Gibraltar, die Spanien von Marokko trennt, ist nur 15 Kilometer breit.

Zu den Kunden der Bande gehörten offenbar Dealer in Dänemark, Frankreich, Italien und Spanien. Spaniens Nähe zu Marokko, einem wichtigen Marihuanaproduzenten, und seine engen Verbindungen zu früheren Kolonien in Lateinamerika, wo Kokain produziert wird, haben dazu geführt, dass das Land zu einem wichtigen Zugangstor für Drogen nach Europa geworden ist.

Im Sommer 2021 hatten die Drogenfahnder im andalusischen Málaga bereits eine Drohne mit einer Spannweite von viereinhalb Metern konfisziert. Der Flugkörper war in der Lage, bis zu 150 Kilogramm Drogen zu transportieren und sieben Stunden in der Luft zu bleiben.

ala/AFP
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