Hatz in Spanien Stier tötet Zuschauer

Der Bulle traf ihn mehrfach: Bei einer Hatz in Spanien ist ein Mann gestorben. Er nahm nur als Zuschauer teil - stand aber offenbar an einer gefährlichen Stelle.

Stierhatz in Cuéllar in Zentralspanien: Ein Zuschauer starb bei der Veranstaltung
Pablo Martin/ EPA-EFE/REX

Stierhatz in Cuéllar in Zentralspanien: Ein Zuschauer starb bei der Veranstaltung


Bei einer Stierhatz im Ort Cuéllar in der spanischen Provinz Segovia ist ein Zuschauer von einem Bullen tödlich verletzt worden. Das Opfer sei an der Brust und am Hals durch mehrere Hornstöße so schwer verwundet worden, dass es keine Überlebenschance gehabt habe, zitierte das örtliche Portal "El Día de Segovia" Bürgermeister Carlos Fraile.

Der Mann sei nur Zuschauer gewesen und habe nicht selbst an dem Stiertreiben teilgenommen, hieß es. Auf im Internet verbreiteten Videos war zu sehen, wie der Bulle plötzlich ausriss und ins Publikum stürmte. Über das Alter des Mannes gibt es unterschiedliche Angaben: Laut der Nachrichtenagentur dpa ist er 61, der Agentur AFP zufolge 62 Jahre alt.

Mit Plakaten und Megafonen seien die Besucher zuvor darauf hingewiesen worden, dass die Stelle, an der sich das Unglück ereignete, gefährlich und für Zuschauer nicht geeignet sei. Vor vier Jahren war dort bereits ein Mann von einem Stier getötet worden.

35 Menschen im Krankenhaus

In Spanien sind die traditionellen Stierläufe beliebt - trotz der Proteste von Tierschützern. Dabei rennen die Teilnehmer in einer Art Mutprobe vor den Bullen her, die in eine Arena getrieben werden. Das bekannteste dieser Festivals findet jedes Jahr in Pamplona statt. "Sanfermines" lockt Zuschauer aus aller Welt in die nordspanische Stadt.

In diesem Jahr waren bei acht Stierhatzen im Juli insgesamt 35 Menschen im Krankenhaus behandelt worden, mehrere wurden operiert. In Pamplona gab es 2009 das letzte Todesopfer.

jpz/dpa/AFP

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