Sparen auf schottisch Geizhals vererbt 27 Millionen Euro

Sein Haus hatte keine Heizung, seine alte Kleidung ließ er ständig flicken, er fuhr einen rostigen Kleinwagen - aber er war Schotte. Nach seinem Tod fanden die Erben auf den Konten des Geizhalses 27 Millionen Euro.


London - Niemand, weder die Verwandtschaft noch die Nachbarn, ahnten etwas vom Reichtum des Edward Reid. Er lebte in ärmlichen Verhältnissen, und sein Haus war so heruntergekommen wie er selbst. Als sein altes Auto nicht mehr über den TÜV kam, kaufte er sich vor drei Jahren einen gebrauchten rostigen Ford Fiesta, wie die britische Tageszeitung "Daily Telegraph" berichtet.

Eine Nachbarin hatte dem Bericht zufolge solches Mitleid mit dem ausgemergelten Junggesellen, dass sie ihm einmal eine warme Mahlzeit anbot, die er nach einigem Zögern annahm. Als er mit 85 Jahren starb, stellte sich heraus, dass er mehr als zwei Millionen Euro auf der Bank und 25 Millionen Euro in Aktien hatte. Zwei Cousinen und ein Vetter sind die glücklichen Erben.

Reid soll die Einnahmen aus dem Verkauf zweier Bauernhöfe aus Familienbesitz vor vielen Jahren in Aktien investiert und dadurch ein Vermögen gemacht haben. Seine 68-jährige Putzfrau, die für sechs Stunden Arbeit pro Woche 40 Euro bekam, zeigte sich fassungslos: "In seinem Haus war es immer kalt, und er hatte seit Jahren nichts mehr dran getan."



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