Spengemann-Affäre Ring fand sich angeblich auf ICE-Toilette wieder

In der Diebstahlsaffäre um Carsten Spengemann deutet sich eine überraschende Wende an. Ein anonymer Absender hat den Ring, wegen dessen Unterschlagung der Superstar-Moderator kürzlich verurteilt worden ist, an einen Anwalt geschickt. Ist es das richtige Schmuckstück?


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Hamburg - Der Sprecher der Hamburger Staatsanwaltschaft, Rüdiger Bagger, bestätigte am Montag einen Bericht des "Hamburger Abendblatts", dass ein anonymer Absender einen Ring an den Anwalt Spengemanns geschickt hat.

In einer beigefügten Mitteilung hieß es, der Ring sei in der Toilette eines ICE auf der Strecke Hamburg-Berlin gefunden worden. Der oder die Unbekannte begründete die Zusendung des Rings damit, dass der Moderator wegen Unterschlagung verurteilt worden sei. Das Schmuckstück war in einem Briefumschlag ohne Absender bei Spengemanns Hamburger Anwalt eingegangen.

Der Jurist lieferte die Sendung bei der Polizei ab, die wiederum die Staatsanwaltschaft informierte. Diese hatte im Prozess vor dem Hamburger Amtsgericht für Spengemann eine Strafe von 49.500 Euro gefordert. Das Urteil lautete am vergangenen Donnerstag auf 40.000 Euro Geldstrafe. Dagegen hat Spengemann Berufung angekündigt.

Die Staatsanwaltschaft prüft jetzt, ob es sich tatsächlich um den Ring handelt, den Spengemann unterschlagen haben soll. Eine Exfreundin will den Cartier-Ring im Wert von 1.700 Euro nach einem Streit in seiner Wohnung vergessen haben. Spengemann dagegen hatte sich verteidigt und versichert, er habe nie einen Ring gesehen oder gefunden.



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