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SPIEGEL-Politikertreppe Scholz stürzt ab, grüne Minister behaupten sich

Der Bundeskanzler büßt nach einer aktuellen Umfrage deutlich an Beliebtheit ein und fällt hinter ein grünes Ministertrio zurück. Auch bei zwei FDP-Kabinettsmitgliedern zeigt der Trend nach unten.
aus DER SPIEGEL 26/2022

Rund ein halbes Jahr nach seiner Wahl zum Bundeskanzler hat Olaf Scholz bei den Wählerinnen und Wählern deutlich an Strahlkraft verloren. Nur noch 49 Prozent der Befragten wünschen sich in der SPIEGEL-Politikertreppe eine wichtige Rolle für den Sozialdemokraten, 23 Prozentpunkte weniger als im Dezember.

Wie Scholz schneiden auch andere SPD-Prominente wie Gesundheitsminister Karl Lauterbach (minus 19) oder Vertei­digungsministerin Christine Lambrecht (minus 12) schlechter ab.

Behaupten können sich hingegen die grünen Kabinetts­vertreter Robert Habeck, Annalena Baerbock und Cem Özdemir, die nun nach Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Plätze 2 bis 4 belegen. Die Erhebung von Kantar erfolgte telefonisch zwischen dem 14. und 16. Juni unter 1001 Befragten.

Während auch Finanzminister Christian Lindner (FDP) zurückfällt, kämpfen die im Amt bestätigten CDU-Ministerpräsidenten Hendrik Wüst und Daniel Günther demoskopisch damit, dass sie zu wenig bekannt sind: Jeweils rund die Hälfte der Befragten kann mit den Namen nichts anfangen.

Krieg in der Ukraine und gestiegene Preise besonders belastend

Von gleich mehreren Krisen im Juni 2022 bedrücken die Deutschen am meisten der Ukrainekrieg sowie die damit verbundenen allgemeinen Preissteigerungen. Über die Rückkehr des Krieges in Europa sorgen sich vor allem die Älteren, während die Jüngeren stärker auf die Inflation schauen.

In der Frage, ob Deutschland seine Waffenlieferungen an die Ukraine ausbauen soll, ist das Meinungsbild gespalten: 50 Prozent sprechen sich dafür aus, die andere Hälfte ist dagegen oder beantwortet die Frage nicht.

Die Befürworter von mehr Waffenlieferungen finden sich stärker im Westen als im Osten, es sind Anhänger von Grünen und FDP stark vertreten, während sich Parteigänger von AfD und der Linken deutlich gegen eine solche Ausweitung aussprechen.

Doppelt hält beim Bahnfahren besser

Das viel diskutierte 9-Euro-Ticket hat inzwischen ein Viertel der Befragten gekauft. Rund jeder Zehnte besitzt demnach bereits ein Abo für den öffentlichen Nahverkehr.

Allerdings gaben auch mehr als 60 Prozent an, weder über das 9-Euro-Ticket noch über ein ÖPNV-Abo zu verfügen.

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