Spinnenbiss in Australien Zehnjähriger bekommt extrem hohe Dosis Gegengift

Nach dem Biss einer Trichternetzspinne wollten Ärzte in Gosford kein Risiko eingehen. Sie verabreichten einem Zehnjährigen offenbar die höchste Dosis Gegengift in der Geschichte Australiens.

Sydney-Trichternetzspinne (Archivbild)
REUTERS

Sydney-Trichternetzspinne (Archivbild)


Darf es etwas mehr sein? Nachdem ein Zehnjähriger im Krankenhaus im australischen Gosford mit einem Spinnenbiss eingeliefert wurde, entschieden sich die Ärzte für eine entschiedene Maßnahme.

Dem "Guardian" zufolge verabreichten die Mediziner dem Jungen zwölf Phiolen Antidot, um das tödliche Gift der Trichternetzspinne zu neutralisieren, die sich im Schuh seines Opfers versteckt und ihm in den Finger gebissen hatte.

Solch eine Menge Gegengift war selbst dem Leiter des Australian Reptile Park, Tim Faulkner, neu. "Ich habe noch nie von so etwas gehört, es ist unglaublich", sagte Faulkner der Presseagentur AAP. Dass der Junge einen Tag später ohne Nebenwirkungen das Krankenhaus verlassen habe, belege die Wirkung des Serums. Laut der Zeitung "Daily Telegraph" war es die höchste Dosis Gegengift in der Geschichte des Landes.

Der Biss der Trichternetzspinne gilt als einer der gefährlichsten der Welt, da das Gift innerhalb von 15 Minuten tödlich wirken kann. Todesfälle seien dank des Gegengifts aber rar, schreibt der "Guardian".

Die kleine Angreiferin des Zehnjährigen soll in Zukunft dazu beitragen, dass es dabei bleibt. Sie wurde gefangen und in den Reptile Park gebracht, wo sie Teil des Gegengiftmelkprogramms ist.

cnn

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.