"Splitney"-Gerüchte Britney Spears in der Krise
Hamburg - Die mit dem zweiten Kind schwangere Popdiva liefert ihren Fans mit ihrem poetischen Werk jede Menge Interpretationsstoff. Zehn Verse hat sie verfasst, die sich - wie sie unter dem Gedicht vermerkt - an alle richten, "die denken, sie kennen mich". Gleich im ersten Vers des auf ihrer Webseite veröffentlichten Gedichts verkündet Spears, sie beabsichtige sich von den Ketten zu befreien, die man ihr angelegt habe ("No more chains that you gave me"). Außerdem habe sie nun ihre "Krone" wieder auf, und verdiene es - wie ihr Sohn auch -, dass man sich vor ihr verneige.
Auch wenn etwas weiter unten ein "neues Foto" zu sehen ist, das ein glückliches Paar Spears und Federline bei einem Club-Besuch in Dallas zeigt, passen die Reime hervorragend zu dem, was der britische "Daily Mirror" erfahren haben will: Demnach hat die 24-jährige Popprinzessin ihren vier Jahre älteren Mann in die Erdgeschosswohnung ihrer kalifornischen Luxusvilla verbannt. Spears habe keine Lust mehr darauf, dass ihr Gatte mit seinen Kumpels in Gegenwart ihres acht Monate alten Sohns Sean Preston herumhänge, trinke und Haschisch rauche. Der "Mirror" schreibt nur: "Splitney!"
Die Sängerin will ihren Mann dem Bericht zufolge nicht mehr in Seans und ihrer Nähe haben. Nach Angaben eines Freundes wollte Spears die Ehe eigentlich zumindest bis zur Geburt des gemeinsamen zweiten Kindes im Oktober aufrecht erhalten. "Sie wollte warten, aber die Beziehung ist inzwischen so feindlich geworden, dass sie nicht weiß, wie sie das hinbekommen soll."
Die Sängerin, die mit "Baby One More Time" und "Oops!... I Did It Again" in den Jahren 1999 und 2000 weltweite Mega-Hits landete, ist seit September 2004 mit ihrem einstigen Background-Tänzer Federline verheiratet.
Allerdings gibt es sicherlich noch genügend andere Menschen, denen Spears derzeit nicht besonders wohl gesonnen ist. Journalisten zum Beispiel. Schließlich sorgt die Popdiva derzeit für viele unangenehme Schlagzeilen. So zeigten Zeitungen sie in letzter Zeit öfter nicht nur in besonders schlampigen Outfits, sondern auch dabei, wie sie mit ihrem Sohn auf dem Schoß Auto fuhr, statt ihn im Kindersitz unterzubringen. Zudem hatte Sean Preston sich beim Sturz von einem Kinderstuhl einen Schädelbruch zugezogen.
Auch einige Vermarktungsversuche könnten Spears derzeit zu zornigen Reimen veranlassen. So gibt es seit Neuestem die Seite www.saveseanpreston.org, auf der T-Shirts mit einem Bild des Babys mit eben jenem Spruch für 25 Dollar verkauft werden. Im New Yorker Wachsfigurenmuseum Madame Tussauds hat man indes eine "Bring Back Britney" Kampagne gestartet, um an die glamourösen Zeiten des Stars zu erinnern. Dafür hat das Haus eine sechs Jahre alte Wachsfigur der tanzenenden Spears noch ein bisschen aufgehübscht und dazu den Aufruf verbreitet: "Rettet Britney vor ihr selbst, vor ihrem Ehemann und ihrer gnadenlosen Fruchtbarkeit."
Immerhin scheint Britney Spears selbst an ein Happy End zu glauben: "Schau, wer jetzt lächelt, verdammt, es ist gut, ich zu sein", endet ihr Gedicht. Darunter sieht man ein Bild von Spears, auf dem sie dem Betrachter ihren Mittelfinger entgegenstreckt.
str/AFP