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25. Januar 2000, 10:56 Uhr

Sprache

"Kollateralschaden" ist das "Unwort des Jahres 1999"

Die Jury aus sechs Sprachwissenschaftlern hat entschieden: Platz eins für den Nato-Begriff "Kollateralschaden". Mit dem "Unwort" habe die Nato den Tod unbeteiligter Zivilisten im Kosovo-Krieg als ungewollten Nebeneffekt heruntergespielt, erklärte Jury-Sprecher Horst Dieter Schlosser.

Frankfurt/Main - Bei der Jury für das "Unwort des Jahres" waren 1863 Zuschriften und Faxe mit 1063 verschiedenen Vorschlägen eingegangen. Entscheidend ist für die Jury jedoch nicht die Anzahl der Nennungen, sondern das Missverhältnis zwischen Wort und Sache.

Seit 1991 werden unter Formulierungen aus Politik, Technik, Wissenschaft oder Medien jene herausgepickt, die verharmlosen, unangemessen sind oder die Menschenwürde verletzen.

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